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Muschelkalkwand am Kühberg
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Muschelkalkwand am Kühberg
Muschelkalkaufschluss am Mönchzeller Weg
(Element 1 von 11: Bild)
Bild: Muschelkalkaufschluss bei Wiesenbach, Übersicht
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Parkplatz für Wanderer am Hangfuß des Kühbergs, unmittelbar vor dem beschriebenen Geotop.

Muschelkalkwand am Kühberg:
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Muschelkalkwand am Kühberg

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Muschelkalkwand am Kühberg bei Wiesenbach (Rhein-Neckar-Kreis)

 
Bild: Muschelkalkaufschluss bei Wiesenbach
Aufgeschlossene Muschelkalkwand am Kühberg, Wiesenbach (Aufn. Nov. 2013)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Aufgeschlossene Muschelkalkwand (Wellenkalkformation) am Kühberg bei Wiesenbach (Rhein-Neckar-Kreis). In den Küften und Spalten finden sich stellenweise erzführende Gesteinsschichten..

 
Bild: Muschelkalkaufschluss bei Wiesenbach 14
Ausgeprägte Wellenkalk-Formation mit Erzeinschlüssen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die aufgeschlossene, 4 bis 6 m hohe Wand im Unteren Muschelkalk am Westhang des Kühbergs ist schon etwas Besonderes. Mit ziemlicher Sicherheit hatte der Hangfuß des Kühbergs einst Kontakt mit dem Urneckar, der hier sowohl im Pliozän als auch im späteren Pleistozän in mehreren Schleifen zwischen Wiesenbach, Mauer und Bammental vorbeifloss. Die benachbarte, weltbekannte Sandgrube Grafenrain bei Mauer hat dies belegt. Den vor Ort anstehenden Muschelkalk zählt man geologisch zur sog. Wellenkalk-Formation. Wellenkalk entsteht durch hohen Wasserdruck sowie ständig wechselnde klimatische Einflüsse (Nässe, Frost, Trockenheit). Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass einst ein größeres Fließgewässer hier seine Kräfte spielen ließ.

An der Nordseite des Geotops bezeugt eine auffällige vertikale Kluft eine heftige tektonisch bedingte Schichtenneigung aus vergangener Zeit. Abgerutscht bzw. in Schräglage verläuft seither die vordere Felswand in Richtung Talaue des parallel fließenden Fahlgrabens, der dem Biddersbach zufließt. Fortlaufende Erosionseinflüsse erweitern die Spalten und Klüfte und führen im unmittelbaren Bereich der offenen Felsen gelegentlich zu Steinschlag. Aus diesem Grund sollte man sich der Wand nicht zu sehr nähern.

Hinweise für Besucher: Das Geotop ist von Wiesenbach aus gut erreichbar. Direkt vor Ort findet sich ein Parkplatz für Wanderer. Folgt man nach der Besichtigung dem leicht ansteigenden Mönchzeller Weg, beginnt nur wenige Meter später die Buntsandsteinstufe des Kleinen Odenwalds. Der Verlauf des Mönchzeller Wegs führt somit den Besucher nahezu unbemerkt entlang der Naturraumgrenze und Kontaktzone des Sandstein-Odenwalds mit dem Kraichgauer Hügelland. Nach etwa 400 m Wegstrecke erreicht man am Ausgang des Wäldchens die attraktiv gestaltete Freizeitanlage "Am Kühberg" mit ihren Infotafeln und der Kühberghütte (s. Bildergalerie). Ruhebänke laden zum Verweilen ein.

Übersicht:

1 Muschelkalkwand am Kühberg bei Wiesenbach (Rhein-Neckar-Kreis)