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Naturdenkmäler an der Maria-Hilf-Kapelle
Naturdenkmal Felsenkirsche im Herbst 2013
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Bild: Felsenkirsche an der Maria-Hilf-Kapelle, Karlsruhe
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Die Felsenkirsche (Prunus mahaleb), auch Weichselkirsche genannt, kommt ursprünglich aus Südeuropa und Westasien. Die Vorkommen in Baden-Württemberg beschränken auf die wärmebegünstigten Regionen wie z.  B. den Oberrheingraben.

Naturdenkmal Felsenkirsche:
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Naturdenkmal Felsenkirsche

 

Naturdenkmal Felsenkirsche an der Alb in Karlsruhe-Grünwinkel

 
Bild: Naturdenkmal Felsenkirsche, Stadt Karlsruhe
Blühende Felsenkirsche an der Grünwinkler Maria-Hilf-Kapelle
(© H. Martin)

Die beiden als Naturdenkmäler geschützten Bäume (Felsenkirsche und Spitzahorn) in Karlsruhe-Grünwinkel (Aufn. 24.04.2013).

 
Bild: Naturdenkmal Felsenkirsche (Stadt Karlsruhe)
Stählerne Stützen sichern die Äste des Naturdenkmals
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Stählerne Stützen sichern die alten ausladenden Äste der Felsenkirsche (Prunus mahaleb). Im Hintergrund sind die Wohnhäuser in der Konradin-Kreutzer-Straße erkennbar.

Das Naturdenkmal (ND) Felsenkirsche befindet sich im Südwesten von Karlsruhe am Unterlauf der Alb, in unmittelbarer Nachbarschaft zur "Maria-Hilf-Kapelle". Das katholische Kirchlein wurde bereits 1759 im damaligen Dorf Grünwinkel der ehemaligen Markgrafschaft Baden-Baden errichtet. Über 150 Jahre war sie das Wahrzeichen von Grünwinkel und diente bis Pfingsten 1909 als Gotteshaus. Mit der Eingemeindung von Grünwinkel zur Stadt Karlsruhe im gleichen Jahr wurde die Kirche geschlossen. Aufgrund ihres vekehrstechnisch ungünstigen Standorts sollte sie abgrissen und beseitigt werden. Die Familie Sinner (hier: Brauerei Sinner) finanzierte 1913 Umzug und Wiederaufbau der Kapelle von der Durmersheimer Straße an ihren heutigen Platz, am Hochufer der Alb. Nur wenig später veranlasste Dr. Robert Sinner vor Ort den Bau einer massiven Hochwasserschutzmauer aus Buntsandsteinblöcken. Somit konnte die Kapelle als Denkmal langfristig erhalten werden. Möglicherweise wurden im gleichen Zeitraum auch die Felsenkirsche und der angrenzende, ebenfalls als Naturdenkmal ausgewiesene Spitzahorn (Acer platanoides) dort angepflanzt. Beide Bäume besitzen inzwischen ein recht hohes Alter (ca. 80 bis 100 Jahre) und müssen entsprechend gepflegt bzw. gestützt werden.

Die Felsenkirsche (Prunus mahaleb), auch Weichselkirsche genannt, kommt ursprünglich aus Südeuropa und Westasien. Die Vorkommen in Baden-Württemberg beschränken sich auf wärmebegünstigte Regionen wie z.  B. den Oberrheingraben. Der Baum wurde früher wegen seines duftenden Holzes für Tabakspfeifen und Gehstöcke kultiviert und verarbeitet. Die Felsenkirsche an der Albkapelle wurde am 09.08.1988 als Naturdenkmal ausgewiesen und steht seither unter Schutz. Die Fläche ist Teil des Karlsruher Wanderwegs "Die Grünwinkler Alb - ein Fluss erzählt Geschichte(n)". Über die Konradin-Kreutzer-Straße ist die Lokalität für Jedermann barrierefrei erreichbar.