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Abfallhierarchie
Abfallhierarchie
Abfallbeseitigung auf der Deponie
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Bild: Abfallbeseitigung auf der Deponie
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Beseitigung: Heute wird eine Deponie zur Ablagerung von mineralischem, inertem Material mit nur noch geringen Anteilen organischer Substanz genutzt. Dadurch entstehen - gegenüber früheren Deponien - keine oder nur sehr wenige Deponiegase (wie Methan CH4). Die Veränderung in der Bewirtschaftung von Abfällen und Deponien leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Abfallhierarchie

Eine Rangfolge der Vermeidung und der Abfallbewirtschaftung wurde im Kreislaufwirtschafts- gesetz (KrWG) in Form der Abfallhierarchie festgelegt. Es soll die „Maßnahme(n) Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen unter Berücksichtigung des Vorsorge- und Nachhaltigkeitsprinzips am besten gewährleistet" (KrWG § 6).

Die Abfolge der Abfallhierarchie lautet:

  1. Vermeidung
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung
  5. Beseitigung

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Verwertung von Abfällen

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Verwertung von Abfällen

Bild: Papierstapel
Papierstapel
(© Autor: LUBW)

Die systematische Bewirtschaftung von Abfällen entwickelte sich erst in den 1970er und 80er Jahren. Der damalige Grundgedanke galt nicht der Ressourcenschonung, sondern der Verminderung der auftretenden Umweltprobleme wie Grundwasserbelastungen. Ein großes Problem war die Entsorgung unbehandelter Abfälle auf Deponien ohne Abdichtungs- und Drainagesystemen. Allerdings sind Verwertungsverfahren wie die Kompostierung von organischem Material oder das Einschmelzen von Metall weitaus älter.

Unter der Verwertung von Abfällen werden Verfahren verstanden, die Abfälle als Rohstoffquelle nutzen und einem sinnvollen Zweck zuführen. Sie sollen Primärrohstoffe ersetzen, wie das Einschmelzen von Aluminiumverpackungen an Stelle von Primär-Aluminum. Es wird zwischen stofflicher und energetischer Verwertung unterschieden.

Die aktuelle Situation in Baden-Württemberg zeigt, dass vom kommunalen Abfallaufkommen in Höhe von 11,8 Mio Tonnen im Jahr 2013 24 % stofflich und 9,6 % biologisch verwertet wurden. 16,3 % des Aufkommens entfielen auf die thermische Behandlung. Mechanisch-biologisch wurden 0,9 % der Abfälle behandelt. 42 % des kommunalen Abfallaufkommens wurden auf der Deponie agelagert. Davon waren knapp 97 % Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaufbruch.