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Verwertung von Kork
Verwertungsmöglichkeiten von Altholz
Flaschenkorken werden aus der Rinde von Korkeichen gewonnen.
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Flaschenkorken in Reihe
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Kork ist ein wertvolles Naturprodukt. Fällt Kork als Abfall an, kann er recycelt werden. Aufgrund der Abnahme der Korkeichenbestände hat das Kork-Recycling einen zusätzlichen ökologischen Nutzen.

Flaschenkorken

In Deutschland fallen jährlich etwa 1,2 Milliarden Flaschenkorken an. Hergestellt werden diese Naturkorken aus der Rinde der Korkeiche, die im Mittelmeerraum wächst. Kork ist ein ideales Isoliermaterial, das frei von chemischen Schadstoffen ist und Feuchtigkeit und Schädlingen trotzt.

Voraussetzung damit Kork als Rohstoff für die Verwertung genutzt werden kann, ist die separate Sammlung der Korken. In Verwertungsanlagen wird der Kork zu Granulat zerkleinert, aus dem neue Korkprodukte entstehen.

 

 

Verwertung von Abfällen

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Verwertung von Altholz

 
Bild: A II Altholzhackschnitzel
Holzhackschnitzel der Altholzkategorie A II
(© BAV e.V., Autor: Bundesverband der Altholzaufbereiter u. -verwerter)

Hackschnitzel aus der Altholzaufbereitung können stofflich und energetisch verwertet werden.

 
Bild: Europaletten
Holzpaletten
(© LUBW, Autor: M. Grümer)

Holzpaletten sind ein Holzwerkstoff, der aus Altholz hergestellt, mehrfach genutzt und als Abfall weiterverarbeitet werden kann.

Das aufbereitete und klassifizierte Altholz kann stofflich und energetisch verwertet werden. In Müllverbrennungsanlagen wird Altholz nur beseitigt, wenn eine Verwertung aufgrund von Stör- und Schadstoffen nicht möglich ist.

20 % des Altholzes werden stofflich verwertet und zum Beispiel zur Herstellung von Spanplatten genutzt. Der überwiegende Teil (78 %) wird energetisch verwertet. Ein geringer Anteil von 2 % muss in Müllverbrennungsanlagen beseitigt werden.

Die stoffliche Verwertung von Altholz

Bei der stofflichen Verwertung entsteht aus dem Altholz ein neues Produkt. Wichtigster stofflicher Verwertungszweig ist die Spanplattenherstellung. In Deutschland werden bis zu 20 % des Altholzes zu Spanplatten weiterverarbeitet. Weitere Holzwerkstoffe aus Altholz sind: Faserplatten, Tischlerplatten, Sperrhölzer oder Furnierplatten (Multiplexplatten).

Für die stoffliche Verwertung von Altholz sind laut Altholzverordnung grundsätzlich folgende Verfahren geeignet:

  • Altholz der Kategorien A I, A II und eingeschränkt A III: Aufbereitung zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen. Die stoffliche Verwertung ist nur zulässig, wenn bestimmte Schadstoffgrenzwerte nicht überschritten werden. Die Aufbereitung von Altholz der Altholzkategorie A III ist nur zulässig, wenn Lackierungen und Beschichtungen entsprechend vorbehandelt und weitgehend entfernt wurden oder im Rahmen des Aufbereitungsprozesses entfernt werden.
  • Altholz der Kategorien A I bis A IV: Gewinnung von Synthesegas zur weiteren chemischen Nutzung sowie Herstellung von Aktivkohle/Industrieholzkohle. Eine Verwertung ist dabei jeweils nur in hierfür nach Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigten Anlagen zulässig.

Liegt ein Gemisch von unterschiedlichen Altholzkategorien vor, richtet sich die Anforderung an die Verwertung nach der jeweils vertretenen höchsten (schlechtesten) Altholzkategorie.

Die energetische Verwertung von Altholz

Das maßgebliche Ziel einer energetischen Nutzung von Altholz ist die Substitution von primären Energieträgern. Die energetische Verwertung von Altholz erfolgt vorrangig in Biomasseheizkraftwerken oder anderen Verbrennungsanlagen. Der Heizwert von Altholz liegt zwischen 11.000 kJ/kg und 15.000 kJ/kg. Zum Vergleich: Der Heizwert von Heizöl liegt bei 36.100 kJ/kg.

Es gibt in Baden-Württemberg 16 Biomasseheizkraftwerke (Stand: 2012). Diese Kraftwerke erzeugen Wärmeenergie nicht nur mit Altholz, sondern auch mit Frischholz. Außerdem kann Altholz als Ersatzbrennstoff in Form von Holzpellets verwertet werden.

Unter der Beseitigung von Altholz wird die Verbrennung von Holz in Sonderabfallverbrennungsanlage verstanden. In solchen Anlagen werden mit Hozschutzmitteln wie Pentachlorphenol (PCP) behandelte Hölzer entsorgt, zum Beispiel Bodenpfähle und Hopfenstangen.