Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Baden-Württemberg
BW-Standardkarte
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Beispiel zum Thema
Kleiderkammer als Beispiel der Textilverwertung
Kleiderkammer S-Vaihingen
Kleidung für festliche Anlässe
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Hochzeitskleid
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Auch für festliche Anlässe wie Hochzeit, Abiball oder Empfang hält die Kleiderkammer hochwertige Kleidung vor.

Kleiderkammer in Stuttgart-Vaihingen

Die Kleiderstube in Stuttgart-Vaihingen ist eine soziale Einrichtung des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Stuttgart. Sie existiert seit über 100 Jahren und wird bis heute ehrenamtlich betreut.

Im Angebot sind neben tragbarer, gut erhaltener Kleidung auch Schuhe und Bettwäsche vorhanden. Bedürftige Menschen, sozial schwache Familien und Menschen in Notlagen werden in Stuttgart-Vaihingen mit Kleidung versorgt. Wöchentlich besuchen ca. 50 - 70 Personen aus Vaihingen und dem Umland die Kleiderstube.

mehr zur Altkleiderstube in S-Vaihingen

 

Verwertung von Abfällen

Vorherige Seite Nächste Seite
 

Verwertung von Alttextilien

 
Bild: Herrenschuhe
Herrenschuhe
(© LUBW, Autor: M. Grümer)

Schuhe sind für viele Menschen teuere Kleidungsstücke. In der Kleiderkammer werden sie weitergegeben und gelangen so nicht direkt in den Abfall.

 
Bild: Malervliese
Malervliese
(© LUBW, Autor: M. Gruemer)

Malervliese werden aus Altkleidern hergestellt und zur Abdeckung von Böden und Möbeln bei handwerklichen Tätigkeiten genutzt.

Nach der Altkleidersammlung werden die Textilien von Hand in verschiedene Fraktionen, z. B. nach Artikel oder Qualität, sortiert. Diese unterscheiden sich in ihrem Verwertungsprozess. 43 % der Textilien werden als Second Hand Kleidung wiederverwendet. 16 % werden zu Putzlappen oder zu Dämmstoffen verarbeitet. Die restlichen Textilien werden zur Energiegewinnung als Ersatzbrennstoff bzw. als Sekundärrohstoff eingesetzt (31 %) und nur 10 % werden als Abfall in Müllverbrennungsanlagen beseitigt.

Die wiederverwendbaren Alttextilien in Deutschland überschreiten den inländischen Bedarf. Abgegebene Kleidung bleibt deshalb nicht immer in Deutschland, sondern wird weltweit z. B. in Osteuropa aber auch in Afrika vermarktet. Für die Sortierung der Textilien ist geschultes Personal notwendig, das die Bedürfnisse und Vorlieben der Empfängergruppen kennt.

Verwertung von nicht mehr tragbaren Textilien

Nicht mehr tragfähige Kleidung kann zu Lappen verarbeitet werden. Dazu werden zuerst Knöpfe, Schnallen und Reißverschlüsse entfernt. Anschließend werden die Stoffe zu Lappen zugeschnitten und versäumt. Putzlappen werden z. B. in Autowerkstätten und in der Industrie verwendet.

Aus gestrickten oder gewebten Textilien können auch Vliesstoffe entstehen. Dazu werden die Textilien zerkleinert und über mehrere Verarbeitungsschritte zu Faserstücken, Stoffen oder Vliesen verarbeitet. In den unterschiedlichen Branchen werden verschiedene Vliesarten benötigt. Von Malerbetrieben werden sie beispielweise zur Abdeckung und zum Schutz von Böden oder Gegenständen verwendet.