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CD- und DVD-Recycling
Kunststoffverwertung
Aus Kunststoffabfall können bspw. Gießkannen hergestellt werden.
(Element 1 von 8: Bild)
Bild: Gießkannen
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CD- und DVD-Recycling

CDs und DVDs bestehen zu 99 % aus dem Kunststoff Polycarbonat (PC). Für die Datenspeicherung wird eine Metall- und Lackschicht aufgetragen. Ziel des Verwertungsverfahrens von CDs ist die Rückgewinnung des Kunststoffanteils. Dazu werden die CDs und DVDs gemahlen und mit Natronlauge behandelt. Dadurch trennt sich der Kunststoff von den übrigen Störstoffen Aluminium, Lack und Druckerfarbe.

Ein anderes Verfahren zur chemischen Behandlung ist die mechanische Trennung der einzelnen Schichten von metallisierten CDs mithilfe von Schälmessern. Der zurückgewonnene Kunststoff wird als Polycarbonat-Mahlgut in der Automobilindustrie verwertet.

Siehe auch: CD/DVD Verwertung

 

Verwertung von Abfällen

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Verwertung von Kunststoffen

 
Bild: Regranulat, Detail
Regranulat aus der Kunststoffverwertung
(© Autor: LUBW)

Das Regranulat wird in verarbeitenden Betrieben eingeschmolzen und zur Herstellung von neuen Kunststoffprodukten genutzt.

 
Bild: PET-Flaschen Fleece-Pulli
Aus PET-Flaschen können Fleece-Pullover entstehen
(© Autor: LUBW)

35 PET-Flaschen können zu einem Fleece-Pullover verarbeitet werden. Die Flaschen werden zuvor aufbereitet und zu Kunststofffasern verarbeitet. Aus diesen Fasern entstehen beispielsweise Kleidungsstücke.

Kunststoffabfälle können auf zwei verschiedene Arten verwertet werden, (werk)stofflich oder energetisch. Während bei der (werk)stofflichen Verwertung der Kunststoff wieder zu einem neuen Produkt verarbeitet wird, steht bei der energetischen Verwertung der Heizwert des Kunststoffs im Vordergrund.

(Werk-) stoffliche Verwertung von Kunststoffen

Bei der (werk)stofflichen Verwertung von Kunststoffabfällen bleibt der Kunststoff in seiner chemischen Struktur erhalten. Die Kunststoffabfälle werden möglichst sortenrein erfasst und/oder sortiert, gereinigt und wieder eingeschmolzen und zu Granulat verarbeitet, das dann für die Produktion neuer Kunststoffprodukte zur Verfügung steht. Das aus Kunststoffabfällen hergestellte Granulat wird Regranulat genannt.

Je sorgfältiger die vorherige Sortierung und/oder Trennung in Kunststoffarten erfolgt ist, desto besser kann das Regranulat auch für anspruchsvollere Produkte eingesetzt werden. Besonders hohe Sortenreinheit lässt sich durch die Rückerfassung der Kunststoffabfälle mit Hilfe von Pfandsystemen erreichen. Zum Beispiel wird durch das Pfandsystem für PET-Getränkeflaschen eine hohe Sortenreinheit erreicht.

Mit dem aus Kunststoffabfällen hergestellte Regranulat werden häufig folgende Produkte hergestellt:

Kunststoffsorte mögliche Produkte
Polyethylenterephthalat (PET): Fasern für Teppiche, Polsterungen, Anorak-, Schlafsackfüllungen, Sportschuhe, Fleece-Pullover
Polyethylen (PE): Shampoo-, Putzmittel-, Waschmittelflaschen, Säcke & Folien für die Landwirtschaft, Eimer, Rohre, Müllsäcke
Polypropylen (PP): Blumentöpfe, Kleiderbügel, Möbelteile
Polystyrol (PS): Schuhabsätze, Büroartikel

Energetische Verwertung von Kunststoffen

Kunststoffabfälle, die nicht stofflich verwertet werden, werden energetisch verwertet. Kunststoffe haben einen hohen Heizwert und sind somit sehr gute Energieträger.