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Verwertung von Abfällen

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Verwertung von Abfällen

Bild: Papierstapel
Papierstapel
(© Autor: LUBW)

Die systematische Bewirtschaftung von Abfällen entwickelte sich erst in den 1970er und 80er Jahren. Der damalige Grundgedanke galt nicht der Ressourcenschonung, sondern der Verminderung der auftretenden Umweltprobleme wie Grundwasserbelastungen. Ein großes Problem war die Entsorgung unbehandelter Abfälle auf Deponien ohne Abdichtungs- und Drainagesystemen. Allerdings sind Verwertungsverfahren wie die Kompostierung von organischem Material oder das Einschmelzen von Metall weitaus älter.

Unter der Verwertung von Abfällen werden Verfahren verstanden, die Abfälle als Rohstoffquelle nutzen und einem sinnvollen Zweck zuführen. Sie sollen Primärrohstoffe ersetzen, wie das Einschmelzen von Aluminiumverpackungen an Stelle von Primär-Aluminum. Es wird zwischen stofflicher und energetischer Verwertung unterschieden.

Die aktuelle Situation in Baden-Württemberg zeigt, dass vom kommunalen Abfallaufkommen in Höhe von 11,8 Mio Tonnen im Jahr 2013 24 % stofflich und 9,6 % biologisch verwertet wurden. 16,3 % des Aufkommens entfielen auf die thermische Behandlung. Mechanisch-biologisch wurden 0,9 % der Abfälle behandelt. 42 % des kommunalen Abfallaufkommens wurden auf der Deponie agelagert. Davon waren knapp 97 % Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaufbruch.