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Steinbrüche im Neckartal
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Steinbrüche im Neckartal
Buntsandsteinfelsen im Neckartal zwischen Neckargemünd und Rainbach
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Bild: Steinbrüche im Neckartal, Rhein-Neckar-Kreis
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Bewaldete Buntsandsteinhöhen an der K 4200 zwischen Neckargemünd und Rainbach (Rhein-Neckar-Kreis). Unmittelbar darunter befindet sich ein Unternehmen für Baustoffhandel. Das Betriebsgelände reicht bis an die Felsen heran.

Steinbrüche im Neckartal:
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Steinbrüche im Neckartal

 

Aufgelassene Steinbrüche im Neckartal (Rhein-Neckar-Kreis)

Bild: Steinbrüche im Neckartal, Rhein-Neckar-Kreis
Aufgelassene Steinbruchwand im Neckartal bei Rainbach (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Am linken Neckarufer zwischen Neckargemünd und Rainbach befinden sich an der Dilsberger Straße (K 4200) mehrere aufgelassene Steinbrüche in der Formation des Unteren Buntsandsteins. Die massigen Sandsteine sind rotbraun gefärbt und enthalten in verschiedenen Abschnitten Bleichzonen bzw. -flecken, die nicht vom Vogelkot stammen. Im 19. Jh. waren die Sandsteinbrüche für Neckargememünd wirtschaflich bedeutend. Die Stillegung erfolgte um 1937/38.

Die engen Neckarschlingen zwischen Mückenloch und der Unteren Elsenz bei Neckargemünd entstanden durch das Auftauchen der Granitschwelle am Russenstein bei Heidelberg. Die harten, kristallinen Gesteinsmassen zwangen den Fluss zum Pendeln. Dadurch bedingt treten insbesondere bei Neckargemünd  an den Prallhängen des Kleinen Odenwalds mächtige Buntsandsteinformationen in Steillagen auf, die durch ihre Nutzung noch an Steilheit zugenommen haben. Hierzu zählen auch die zwischen Neckargemünd und Rainbach stillgelegten, aufgelassenen Steinbrüche an der Dilsberger Straße (K 4200). Das am Südufer des Neckars anstehende Gestein zählt man geologisch zur Formation des Unteren Buntsandsteins (Pseudomorphosensandstein). Häufig werden die rotbraunen Felsen von Tongallen durchzogen, die mit der Zeit herauswittern und entsprechende Hohlräume hinterlassen. In nahezu allen Höhenstufen finden sich zahlreiche ausgebleichte Felsoberflächen.

Als für das Neckartal typisches und beherrschendes Landschaftsbild werden die aufgeschlossenen Felsen an der Dilsberger Straße vom LGRB (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau) für schutzwürdig eingestuft (s. Fachliche Details).