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Fachwerkstadt Eppingen
Baumann´sches Haus
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Bild: Eppingen, Baumannsches Haus, Ldkr. Heilbronn
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Das Baumann´sche Haus in der Kirchgasse errichtete der Metzger und Viehhändler Hans Zierner im Jahr 1582. Es gilt als das schönste Bürgerhaus im Kraichgau. Die Frontseiten zeigen reiche Verzierungen, wie Fratzen und Gesimsbänder. Der steinerne Sockel besteht aus aus Schilfsandstein, der bei Eppingen-Mühlbach im Landkreis Heilbronn ansteht (Aufn. 2012).

Eppingen im Kraichgau:
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Übersicht
 

Eppingen im Kraichgau - Landschaft und Häuser erzählen Geschichte(n)

 
Bild: Eppingen im Kraichgau, Alte Universität
Eppingen 'Alte Universität', heute Stadt- und Fachwerkmuseum
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Während der Pest, die 1564/65 in Heidelberg ausbrach, wurde das Gebäude in der Fleischgasse 2 als Ausweichquartier für die Universität Heidelberg genutzt.

Mit einer Giebelbreite von 12 m, einer Trauflänge von 16,5 m und einer Höhe von 22,5 ist die "Alte Universität" das größte Fachwerkhaus in Eppingen. Das eindrucksvolle Gebäude wurde 1494/95 errichtet. Das Erdgeschoss diente ursprünglich als städtisches Fleischerhaus, in dem die Eppinger Metzger ihren Waren anboten. Im ersten OG befand sich ein Saal für öffentliche Veranstaltungen. In den Speichergeschossen wurde Getreide gelagert. Seit der Sanierung 1984/87 dient das Haus als Stadt- und Fachwerkmuseum.

Kontakt:

Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität Eppingen“,
Altstadtstraße,
75031 Eppingen,
Telefon 07262 / 9201116

 
Bild: Eppinger-Linien-Weg
Eppinger-Linien-Weg
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Entlang seines Verlaufs folgt der Eppinger-Linien-Weg einem Wanderweg, der Teile des Naturparks Stromberg-Heuchelberg erschließt.

Der Kraichgau war in früherer Zeit politisch sehr zersplittert in selbständige kleine Reichsritterschaften, wie die Herren von Gemmingen und Menzingen, oder in badische Besitzungen (Baden–Durlach, Sinsheim). Die Ortslage Eppingen, im Jahr 985 erstmals genannt, wird bereits 1191/92 zur Stauferstadt. Grund dafür ist seine günstige Verkehrslage, die die staufischen Besitztümer im Elsass und der Pfalz mit den badischen Ländereien verbindet. Die Lage am Mündungsdreick von Hilsbach und Elsenz begünstigt die frühe Besiedlung und wirtschaftliche Entwicklung. Heute ist Eppingen eine industrialisierter Standort im Mittleren Kraichgau, der sich dennoch seinen spätmittelalterlichen Charme bewahrt hat.

Zahlreiche alemannisch-fränkische Fachwerkhäuser und historische Befestigungsanlagen, sind hier in ihrer Substanz erhalten geblieben - trotz gravierender Kriegsgeschehnisse: Bauernkrieg (1525), 30-jähriger Krieg (1618-48), Pfälzischer Erbfolgekrieg (1688–1697). Vor allem letztgenannter Konflikt kostet den Kraichgau viel Blut und hinterläßt 1688/89 vielerorts schwere Verwüstungen. Nur Eppingen bleibt als mögliches Winterquartier der französischen Truppen weitgehend verschont. Dennoch beherrschen Hunger und tiefe Armut die Einwohner.

Da sich das Kraichgauer Hügelland in militärischer Hinsicht immer wieder als „leichte Beute“ für feindliche Truppen und deren marodierenden Einheiten erweist, beschließt Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden 1695 den Bau eines Schutzwalls, die sog. Eppinger Linien. Originaltreue Nachbauten historischer Wachtürme und Wehrgänge erinnern noch heute an die 86 km lange Verteidigungslinie mitten durch den Kraichgau.

1803 fällt die ehemalige staufische Reichsstadt an das Land Baden. Eppingen erhält dadurch eine wichtige Zentralfunktion für die umliegenden Ortslagen Ittlingen, Gemmingen, Brackenheim und Sulzfeld. Inzwischen besitzt die Stadt 336 Häuser sowie 207 Handwerker mit ihren Betrieben. Im Rahmen einer weiteren Verwaltungsneuorganisation wird  das Bezirksamt Eppingen 1924 wieder aufgelöst und dem Bezirksamt Sinsheim zugeordnet. Mit der baden-württembergischen Kreisreform untersteht Eppingen ab 1973 dem Landkreis Heilbronn.

Heute besitzen der Pfeifferturm aus dem 13. Jh., die „Alte Universität“ (erb. 1495) und das Baumann’sche Haus (erb. 1582) überregionale Bedeutung, sowohl historisch als auch touristisch. Seit 2002 gibt es vorort einen Fachwerkpfad. An neun Stationen werden beispielhafte Elemente aus dem Fachwerkbau gezeigt sowie deren Funktionen und technische Feinheiten erläutert. Der Verein für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing e.V., die Heimatfreunde Eppingen e.V. sowie die Stadt Eppingen haben dieses Projekt gemeinschaftlich umgesetzt. Der Eppinger Lehrpfad ist einzigartig in Deutschland.

Aktuell: Die Stadt Eppingen hat den Zuschlag für die Durchführung der Gartenschau 2021 erhalten. Eines der wesentlichen Ziele des Rahmenplans ist die Vernetzung der Altstadt mit den Flussläufen von Elsenz und Hilsbach.