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Burgruine Staufen im Breisgau
Blick auf die Burg Staufen
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Bild: Blick auf die Burg Staufen (Breisgau-Hochschwarzwald)
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Blick von der Talaue des Neumagen auf die Burg Staufen.

Burgruine Staufen:
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Übersicht
 

Burgruine Staufen (i. Br.) am Ausgang des Münstertals

 
Bild: Burgruine Staufen im Breisgau
Burgruine Staufen (i. Br.) am Ausgang des Münstertals
(© KIT, Autor: T. Schlachter)

Die Burg von Staufen war einstige Adelssitz der Herren von Staufen. Die Grundmauern der Burg wurden im  11. Jh. angelegt. Geldknappheit und erfolglose Fehden der Herren von Staufen gegen die nahe Stadt Freiburg führten im 14. Jahrhundert dazu, dass sich Freiburg Einfluss auf der Burg Staufen verschaffen konnte. In den Jahren 1327 und 1337 konnte Freiburg Anteile an der Burg erwerben und ein so genanntes „Öffnungsrecht“ durchsetzen. Damit war es den herrschenden Burgbesitzern künftig verboten, kriegerisch gegen die Stadt Freiburg vorzugehen.

1602 erlosch das Geschlecht der Herren von Staufen durch den Tod des letzten Freiherren Georg Leo von Staufen.  Die Burg  wurde 1632 im 30-jährigen Krieg von schwedischen Truppen zerstört. Ein Wiederaufbau fand danach nicht mehr statt. 1896 erwirbt die Stadt Staufen im Breisgau die Ruine und restauriert wichtige Teile des Denkmals in mehreren Schritten.

 
Bild: Bodenexkursion 2006, Münstertal, Staufen
Ruine Staufen, Turmaufgang
(© KIT, Autor: C. Greceanu)

Bereits von weitem ist die über die Rheinebene erhabene Burgruine Staufen sichtbar. Die mittelalterliche Festungsanlage fußt in 376 m Höhe auf einer Vorbergscholle mesozoischen Ursprungs. Der dahinter liegende, mit Fichten bestockte, Westrand des Südschwarzwalds zählt bereits zum Kristallin (Grundgebirge). Die Tallagen um die Vorbergzone füllte einst der Neumagen über das Münstertal mit eiszeitlichen Schottern aus den angrenzenden Schwarzwaldhochlagen (Schauinsland, Belchen).

Die Burg entstand im frühen 12. Jh. und wurde von den Herren von Staufen errichtet. Spätere Funde und Ausgrabungen belegen, dass schon in der Römerzeit auf der vorgelagerten Scholle ein Wachturm - vielleicht auch ein Kastell stand.

1602 erlischt das Geschlecht der Herren von Staufen durch den Tod des letzten Freiherren. Damit beginnt die herrenlose Burg allmählich zu verfallen. Während des 30-jährigen Krieg wird sie 1632 von schwedischen Truppen zunächst besetzt und nach deren Abzug teilweise zerstört. Ein Wiederaufbau findet in der Folgezeit nicht statt.

Von der Burg überdauern stattliche Überreste, einschließlich des Hauptturms (Bergfried).1896 erwirbt die Stadt Staufen für 18.000 Mark das Anwesen und restauriert von da an wichtige Teile der Ruine in mehreren Schritten. Umfassende Erhaltungsmassnahmen erfolgen in den Jahren 1954 und 1960. Das Denkmal ist heute öffentlich zugänglich. Die Besichtigung der mittelalterlichen Anlage ist kostenlos.