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Steinerner Tisch
Steinerner Tisch mit Schutzhütte umrahmt von alten Fichten
(Element 2 von 3: Bild)
Bild: Steinerner Tisch, Lobbach, Schutzhütte, frontal
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Steinerner Tisch, Lobbach:
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Kulturdenkmal Steinerner Tisch im Kleinen Odenwald

 
Bild: Steinerner Tisch, Lobbach, Rhein-Neckar-Kreis
Kulturdenkmal Steinerner Tisch im Kleinen Odenwald
(© LUBW, Autor: C. Antesberger)

Die Rast- und Ausflugsstätte "Steinerner Tisch" bei Lobbach-Waldwimmersbach (Rhein-Neckar-Kreis) wurde 1851 errichtet. Gemeinsam mit der später errichteten Schutzhütte genießt das Kulturdenkmal im Kleinen Odenwald große Beliebtheit als Wanderziel (Aufn. August 2012).

 
Bild: Steinerner Tisch, Lobbach, Schild
Infotafel an der Schutzhütte
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Das Kulturdenkmal Steinerer Tisch befindet sich an einer markanten Kreuzung im Kleinen Odenwald ca. 2 km nördlich der Ortsmitte von Waldwimmersbach (Ortsteil der Gemeinde Lobbach). Hier in dem sanft zum Kraichgau abfallenden Mittelgebirge, begegnen sich auf 322 m üNN ingesamt 6 Wege nahezu sternförmig aus allen Himmelsrichtungen. Die Lokalität ist eine beliebter Treffpunkt für Ausflügler und Wanderer, die vom Neckarhäuserhof im Norden, von Mückenloch im Westen oder von Waldwimmersbach im Süden ausgehend, den Odenwald erkunden. Auch die Vereine benachbarter Kommunen nutzen diese idyllische Waldfläche im Naturpark Neckartal-Odenwald gerne als Aufenthaltsort für Festivitäten.

Wie lange diese historisch bedeutende Stätte bereits existiert, ist nicht geklärt. Der gemeißelten Inschrift nach, wurde der aus massivem Buntsandstein gefertige Tisch im Jahr 1851 errichtet. Ursprünglich stand wohl an etwa gleicher Stelle bereits ein anderer Steintisch. Eine kurpfälzische Karte von 1798 bezeichnet diesen Tisch als sog. Prinzentisch. Er diente als herrschschafliche Jagd- und Ausflugsstätte des kurfürstlichen Hofs. Der Prinzentisch wurde angeblich während der Badischen Revolution (1848/49) zerstört.

Mit finanzieller Unterstützung der Katholischen Kirchenschaffnei konnte 1851 ein neuer Tisch angefertigt werden. Die Pflege des Denkmals oblag damals dem Bezirksforstamt Wiesenbach (heute Neckargemünd). 1867 gibt es erste Pläne, am Steinernen Tisch eine Schutzhütte für Forstbedienstete zu bauen. Nach anfänglichen Finanzierungsproblemen, wird die Idee 1869 umgesetzt. Die heutige Gestalt der aus Buntsandsteinblöcken erbauten Hütte beruht auf mehreren Sanierungen vor und nach dem 2. Weltkrieg.

Hinweise für Besucher: Am Wanderparkplatz Hohle Buche an der K 4103 (Waldwimmersbach - Neckarhäuserhof) beginnt der Rundweg 3 "Steinerner Tisch" in westlicher Richtung. Das Kulturdenkmal ist öffentlich, zwei Ruhebänke vor der Schutzhütte laden zum Verweilen ein. Von hier aus führt ein Wanderweg in Richtung Norden in das Waldschutzgebiet Schnapsried. Der Weg in Richtung Westen führt den Besucher zum Naturschutzgebiet Sotten.