Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Geotope am Kreuzberg
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Aufschlüsse am Tiefenbacher Kreuzberg
Übergangszone Rote Mergel - Stubensandstein auf 230 m üNN.
(Element 1 von 11: Bild)
Bild: Aufschluss am Kreuzweg
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Auf die Roten Mergel (km3) folgen Schichten des Stubensandsteins (km4), die mit graugrün gefärbten Mergelschichten wechseln.

Geotope am Kreuzberg:
Weitere Informationen
Erlebnisort in der Nähe:
 
Übersicht

Geotope am Kreuzberg

Vorherige Seite Nächste Seite
 

Geologische Aufschlüsse am Tiefenbacher Kreuzberg (Ldkr. Karlsruhe)

 
Bild: Aufschluss am Kreuzbergweg, Ldkr. Karlsruhe
Aufschluss am Kreuzbergweg auf 271 m üNN mit Erläuterungen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Aufgeschlossener Stubensandstein am Kreuzbergweg auf 271 m üNN mit Erläuterungen. Einst stand hier eine Weinberghütte, von der noch das Fundament erkennbar ist.

 
Bild: Aufschluss am Tiefenbacher Kreuzberg, Ldkr. Karlsruhe
Angeschnittene Rote Mergel auf 210 m üNN.
(© LGRB)

Die rote Farbe ist auf das im Gestein enthaltene 3-wertige Eisenoxid (Fe2O3) zurückzuführen.

 
Bild: Kreuzberg, Östringen-Tiefenbach
Kreuzberg-Kapelle, 1872 erbaut aus Schilfsandstein (Aufn. Mai 2014)
(© M. Linnenbach)

Die Kreuzberg-Kapelle besitzt die Form eines Oktaeders (achteckig). Sie wurde 1872 durch die Gemeinde Tiefenbach errichtet.

Im Bereich der Tiefenbacher Keuperhänge, östlich von Östringen, liegt auf 295 m üNN der Gipfel des Kreuzbergs (s. Karte). Je nachdem welche Route man für den Aufstieg wählt (Kreuzweg oder Fahrweg), erschließen sich an den Wegböschungen mehrere geologische Aufschlüsse in der Formation des Mittleren Keuper (geolog. Abkürzung: km). Entsprechend der jeweiligen Höhenstufe zeigen sich interessante Einblicke in den geologischen Aufbau der Landschaft. So weisen die angeschnittenen Böschungen am Kreuzweg auf ca. 210 m üNN intensive rote Farben auf. Hier stehen Rote Mergel an. Die Gesteinsschicht aus tonigen Bestandteilen vermischt mit Kalk entspicht der Stufe 3 des Mittleren Keupers (km3). Die intensive Färbung wird durch oxidierte Eisenverbindungen hervorgerufen. Auf die Roten Mergel folgt ein Übergangsbereich mit tonigen, zerbrochenen Sandsteinen, die mit graugrünen Mergeln wechsellagern. Ab etwa 240 m üNN beginnt die Formation des Stubensandsteins (km 4). Er formt auch die Gipfelregion. Aus ihm gehen nährstoffarme und trockene Böden hervor.

Im Nordosten des Kreuzbergs wächst Wald, im Südwesten Wein und Obst. Die Waldflächen werden in weiten Teilen von Eichen und Hainbuchen geprägt. Bis Anfang des 20. Jh. herrschte hier Mittelwaldwirtschaft vor, d.h. die meisten Bäume wurden in regelmäßigen Zeitabschnitten gefällt und neu gepflanzt. Der Wald in Richtung Südwesten (Schonwald *) ist von naturnahen Waldrandgesellschaften mit seltenen Arten wie Flügel-Ginster, Elsbeere, Schwarzwerdende Platterbse und Liguster durchsetzt (s. Bildergalerie).

Hinweise für Besucher: Auf dem höchsten Punkt der Gemarkung Tiefenbach (295 m) befindet sich die Kreuzberg-Kapelle. Sie wurde 1872 erbaut und ist öffentlich zugänglich. Nordöstlich von Tiefenbach, am Fuß des Kreuzbergs, liegt der Kreuzbergsee (aufgestauter Katzbach). Der 340 m lange und 70 m breite Stausee an der L 552, ist ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet. Das bekannte Hotel-Restaurant Kreuzberghof lädt vor Ort zu einem längeren Aufenthalt ein.


* Schonwalderklärung "Kreuzberg" vom 16.06.1998; Waldschutzgebiet Nr. 376

Kartenansicht Google Maps

Übersicht:

1 Geologische Aufschlüsse am Tiefenbacher Kreuzberg (Ldkr. Karlsruhe)