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Siegfriedsbrunnen bei Odenheim
Der Siegfriedsbrunnen, beliebter Ort zum Rasten
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Bild: Siegfriedsbrunnen, Grünanlage, Ldkr. Karlsruhe
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Siegfriedsbrunnen Odenheim:
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Siegfriedsbrunnen Odenheim

 

Der Siegfriedsbrunnen bei Odenheim

 
Bild: Siegfriedsbrunnen, Ldkr. Karlsruhe
Kulturdenkmal Siegfriedsbrunnen Odenheim
(© Michael Linnenbach)

Siegfriedsbrunnen bei Odenheim im Landkreis Karlsruhe.

 
Bild: Siegfriedsbrunnen, Ldkr. Karlsruhe
Siegfriedsbrunnen, Quelle
(© LUBW, Autor: C. Antesberger)

Die Quelle wurde bereits 1932 durch die Gemeinde Odenheim gefasst. Das glasklare Wasser entspringt der Schilfsandstein-Formation des Schindelbergs.

Der Siegfriedsbrunnen zu Odenheim im Kraichgau ist ein beliebter Ausflugsort sowie ein willkommener Rastplatz für Wanderer und Radfahrer. Das 1932 errichtete Kulturdenkmal, das auf die bekannte Nibelungensage zurückgeht, befindet sich am Südhang des Schindelbergs zwischen Odenheim und Östringen, unmittelbar an der L 635 (s. Karte).

Die Sage der Nibelungen wurde auf Grundlage bereits älterer mündlicher Überlieferung erstmals im frühen Mittelalter in Schriftform veröffentlicht und anschließend in weiteren Auflagen handschriftlich kopiert. So wird in der Handschrift C , Blatt 38, Strophe 1013 ein Brunnen bei Odenheim ("Otenhaim") als Tatort für die Ermordung des Ritters Siegfried von Xanten durch Hagen von Tronje erwähnt. In anderen Kopien existieren allerdings andere Ortsangaben. Odenheim ist somit nicht die einzige Gemeinde, die eine Siegfriedsquelle für sich beansprucht.

Für das Kopieren von Handschriften waren im Mittelalter die Klöster zuständig, die in speziellen Schreibstuben (Scriptorien) sowohl sakrale und als auch weltliche Textvorlagen im Auftrag von Fürsten und reichen Adeligen duplizierten. Der Heimatkundliche Verein Odenheim nimmt an, dass möglicherweise ein Mönch (Scriptor) des Benediktinerklosters Odenheim (heutiger Stifterhof Odenheim) um das Jahr 1200  für den vermerkten Tatort "Otenhaim" verantwortlich sein könnte.

Der Odenheimer Siegfriedsbrunnen ist aus heimischen Schilfsandstein erbaut. Dies wurde mittels Spendengelder eines wohlhabenden Bürgers aus Odenheim möglich. Ein Relief, das die Ermordung Siegfrieds durch Hagen darstellt, stammt von C. Dietrich, einem damals bekannten Bildhauer aus Karlsruhe. 1960 machte der Ausbau der L 635 eine Neugestaltung der Anlage erforderlich. Neben dem Brunnen findet sich heute ein geräumiger Parkplatz, der auch größeren Fahrzeugen genügend Platz bietet. Das Denkmal ist ganzjährig öffentlich zugänglich. Mehrere Ruhebänke laden den Besucher zum Verweilen ein. Durch einen fünf-stufigen Treppenabgang ist die ansonsten ebenerdige Anlage nicht ganz barrierefrei.

Weitere Siegfriedsbrunnen finden sich bei Grasellenbach und Lautertal-Reichenbach, beide im Odenwald (Südhessen) sowie bei Edigheim (Rheinland-Pfalz).