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NSG Haberschlachter Tal
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NSG Haberschlachter Tal
Schutzgebietshinweis am Forstbach
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NSG Haberschlachter Tal:
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Naturschutzgebiet Haberschlachter Tal bei Brackenheim

 
Bild: NSG Haberschlachter Tal
Haberschlachter Tal, Forstbachsse (Ldkr. Heilbronn)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Der aufgestaute Forstbachsee im Westen grenzt unmittelbar an das Schutzgebiet an. Das Gewässer wird vom Fischereiverein Zabergäu betreut.

 
Bild: NSG Haberschlachter Tal
Forstbachaue mit Galeriewald und Sumpfwiesen
(© LUBW, Autor: C. Antesberger)

Eingebettet in die flachen Gipskeuperwannen liegen die feuchten Wiesen des Schutzgebiets.

 

Im Nordwesten des Neckarbeckens erstreckt sich die Gemarkung Brackenheim von der Zaber im Süden über die lößbedeckten Gipskeuperplatten des Zabergäus bis auf die Hochflächen des Heuchelbergs. Hier am Fuße der weitläufigen Rebflächen liegt das 1993 ausgewiesene ca. 18 ha große Naturschutzgebiet Haberschlachter Tal.

Im Talgrund zwischen Haberschlacht und Brackenheim, im Landkreis Heilbronn, hat sich der Forstbach tief in den Gipskeuper eingeschnitten. Durch die Auflösung der Gipskeuperschichten entstanden vorort zahlreiche Mulden und Gräben, die in regenreichen Zeiten viel Wasser führen. Durch die undurchlässigen, tonhaltigen Böden zieht das Wasser aus dem Gelände nur langsam ab. Um die eingestauten Flächen säumen sich naturnahe Auwälder mit typischen Verlandungszonen. Ökologisch besonders wertvoll sind der natürliche Altersaufbau sowie die Zusammensetzung der bachbegleitenden Gehölze: Schwarz-Erle, Esche und Weide, umsäumt von Röhrichten und Rieden. Das Schilfröhricht ist allerdings stellenweise dicht mit Brennesseln durchsetzt. Problematisch ist die zunehmende Ausbreitung des neophytischen Indischen Springkrauts (Impatiens glandulifera). Die konkurrenzkräftige Art bildet im Gebiet zum Teil größere Bestände aus und verdrängt dadurch die heimische Vegetation.

Das NSG Haberschlachter Tal wird im Nordosten noch durch den Unterlauf des Sulzbachs erweitert (s. Karte des Gebiets). Der Bach entspringt am Fuße des Heuchelbergs und mündet am östlichen Rand des Schutzgebiets in den Forstbach. Im Westen grenzt der aufgestaute Forstbachsee (Anglersee) unmittelbar an. Er ist leicht zugänglich und kann auf einem Fußweg umrundet werden.

Entsprechend einer vereinbarten Pflegerichtlinie wird das Haberschlachter Tal ausschließlich als Dauergrünland extensiv genutzt. Drainagen und Entwässerungsgräben wurden geschlossen, sodass sich im feuchten Talgrund zahlreiche Tümpel und Kleinstgewässer bilden können, die vielen Tier- und Pflanzenarten einen attraktiven Lebensraum bieten.

Hinweis für Besucher: Unmittelbar am Schutzgebiet bestehen kostenlose Parkmöglichkeiten am Forstbachsee des Fischereivereins Zabergäu.