Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Böschung am Zweifelberg
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Gipskeuperberge bei Brackenheim/Haberschlacht
Erodiertes Buntes Mergelgestein auf dem Weinbergweg
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Böschung am Zweifelsberg bei Haberschlacht (3)
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Der Farbton des Gesteins variiert zwischen rotorange und tiefrot. Die herabgestürzten, bröseligen Mergelbrocken finden in den Weinbergen häufig Verwendung zur Bodenverbesserung (Düngung).

Böschung am Zweifelberg:
Weitere Informationen
Erlebnisort in der Nähe:
 
Übersicht

Böschung am Zweifelberg

Vorherige Seite Nächste Seite
 

Böschung am Zweifelberg bei Brackenheim-Haberschlacht (Ldkr. Heilbronn)

 
Bild: Gipskeuper am Zweifelberg (Ldkr. Heilbronn)
Gipskeuper am Zweifelberg bei Haberschlacht
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)
 
Bild: Böschung am Zweifelberg bei Haberschlacht (2)
Geschichtete Bunte Mergel am Hang
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die rötlichen und grünlichen Gesteinsfarben beruhen auf Eisenverbindungen. Am Hangfuß sind stellenweise unterste Lagen des Schilfsandsteins erkennbar.

Am obersten Weinbergweg des Zweifelbergs, auf der Gemarkung Brackenheim-Haberschlacht, tritt ein markantes Böschungsprofil des Mittleren Keupers zu Tage. In der mächtigen Gipskeuper-Formation sind die Oberen Bunten Mergel in kräftigen Farben, hier überwiegend rötlich, teilweise auch grünlich, aufgeschlossen. Die rote Farbe ist auf das im Gestein enthaltene 3-wertige Eisenoxid (Fe2O3) zurückzuführen. Eine deutliche Schichtfolge der Roten Mergel ist nicht erkennbar. Eine schwache Gliederung bzw. Schichtung rufen nur die eingelagerten Grünen Mergel hervor (reduziertes Eisen nach Sauerstoffmangel). Am Fuß der Wegböschung finden sich Lagen des Schilfsandsteins.

Die Hänge des Keuperberglands bei Brackenheim* im Zabergäu werden seit langer Zeit großflächig für den Weinbau genutzt. Brackenheim ist heute nicht nur die größte Weinbaugemeinde Württembergs sondern auch die größte Rotweingemeinde Deutschlands. Mit verantwortlich dafür sind die anstehenden Bunten Mergel, die für ausgezeichnete Weinbergsböden in der näheren und weiteren Umgebung sorgen. Aufgrund der geschützten Lage ist das Kleinklima für die Entwicklung der Trauben hier besonders gut.

Der Zweifelberg und seine Umgebung gehören zum zentralen Anbaugebiet der traditionsreichen Winzergenossenschaft Haberschlacht. Sie fusionierte 1951 mit den Genossenschaften von Brackenheim und Neipperg zur Weingärtnergenossenschaft Brackenheim-Neipperg-Haberschlacht mit Sitz in Brackenheim. Der Weinbau prägt die Gegend bis heute.

Hinweis für Besucher: Besonders reizvoll ist eine Wanderung auf dem "Natur- und Weinlehrpfad am Zweifelberg". Farbige Info-Tafeln führen den Besucher durch die einzelnen Themenkreise wie Weinbau, Rebsorten, Klima, Obstbau und Ökologie.


* Theodor Heuss geb. 31. Januar 1884 in Brackenheim; † 12. Dezember 1963 in Stuttgart. Am 12. September 1949 wählte die Bundesversammlung ihn zum ersten Bundespräsidenten.

Übersicht:

1 Böschung am Zweifelberg bei Brackenheim-Haberschlacht (Ldkr. Heilbronn)