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Nutzung Erneuerbarer Energiequellen in Baden-Württemberg
Erneuerbare Energiequellen
Mit Biodiesel betriebener Stadtbus in Lahr (Ortenaukreis)
(Element 1 von 8: Bild)
Bild: Bus SWEG Biodiesel
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Erneuerbare Energiequellen vor Ort - Tue Gutes und Rede darüber

Falls Sie selbst Erneuerbare Energien nutzen, haben Sie unter "Erneuerbare Energien vor Ort" die Möglichkeit, Ihre Anlage in eine interaktive Karte einzutragen. Die von Ihnen erzielte CO2-Einsparung wird automatisch berechnet. Alle eingetragenen Anlagen können über einen Suchmechanismus gefunden werden.

 

Klimafreundliche Technologien

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Die Kraft der Sonne nutzen

 
Bild: Photovoltaik-Anlage im Gegenlicht
Strom aus Sonnenlicht - Energieerzeugung ohne Treibhausgase
(© privat, Autor: B. Grießmann)
 
Bild: Minister Franz Untersteller
Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller
(© UM)

Im Wesentlichen kommen zwei Methoden zum Einsatz, die Energie der Sonne zu nutzen. Bei der Photovoltaik wird ein Halbleitermaterial, in den meisten Fällen Silizium, dem Sonnenlicht ausgesetzt und Strom erzeugt. Der Strom lässt sich direkt von den Solarzellen abgreifen und in das Stromnetz einspeisen. Bei dezentralen Anlagen kann der Strom auch direkt genutzt oder in Akkus zur späteren Verwendung gespeichert werden.

In solarthermischen Anlagen wird Sonnenlicht in Wärme umgewandelt. Wasser oder eine andere Wärme leitende Flüssigkeit werden als Speicher- und Transportmedium verwendet. Eine solarthermische Anlage kann zur Brauchwassererwärmung oder Unterstützung der Heizungsanlage verwendet werden.

Einen Sonderfall stellen solarthermische Kraftwerke dar, die Sonnenlicht bündeln und damit Dampf erzeugen. Der Dampf wird zum Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung verwendet. Prominente Beispiele sind der Solarschmelzofen in Odeillo (Frankreich) oder „Solar Two" in Kalifornien. Bei der Stromerzeugung in Deutschland spielen solarthermische Kraftwerke bislang keine Rolle. 2009 nahm in Jülich ein solarthermisches Demonstrations- und Versuchskraftwerk den Betrieb auf.

Nach rund 10-jähriger Bauzeit wird am 25. Mai 2012 in Crailsheim (Ldkr. Schwäbisch Hall)  die größte solarthermische Anlage Deutschlands eingeweiht. Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller nennt die Anlage einen „beispielhaften Schritt in die Zukunft“. Die Anlage wurde rund zur Hälfte von Bund (31 Prozent – knapp 2,5 Millionen Euro) und Land (knapp 18 Prozent – knapp 1,4 Millionen Euro) finanziert, die andere Hälfte tragen die Stadt und Stadtwerke Crailsheim. Durch die Nutzung der Solarenergie werden etwa 1.000 Tonnen CO2 jährlich vermieden, was einer Reduktion um 70 Prozent entspricht.