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Bauland, Tauberland und Hohenloher Ebene
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Bauland, Tauberland, Hohenlohe
Flachwellige Gäulandschaft im Tauberland
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Bild: Flachwellige Gäulandschaft im Tauberland TP_BGL9_10_14
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Typische flachwellige Gäulandschaft im Tauberland nördlich von Großrinderfeld mit fruchtbaren Lössböden (erodierte Parabraunerden)

Bauland, Tauberland und Hohenloher Ebene:
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Bauland, Tauberland und Hohenloher Ebene: Klima

 

Klima des Baulands, des Tauberlands, der Kocher-Jagst-Ebenen und der Hohenloher und Haller Ebene

 
Bild: Weinberge im Tauberland TP_BGL9_10_174
Weinberge bei Lauda-Königshofen-Gerlachsheim im Tauberland
(© LGRB, Autor: K.Rilling)

 

Die Weinberge im nördlichsten Anbaugebiet Badens sind heute wegen der relativ kurzen Vegetationsperiode und der Gefahr von Spätfrösten ausschließlich auf die besten Süd- und Südwestlagen beschränkt. Im Sommer fällt wenig Niederschlag und dieser oft als Starkregen, der z. T. oberflächlich abfließt und dem Pflanzenwachstum nicht zur Verfügung steht, sodass auch Trockenheit auf den steinigen Muschelkalkböden zum Problem werden kann.

 

 
Bild: Hohenloher Ebene bei Ilshofen
Hohenloher Ebene bei Ilshofen
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

 

Durch die Kraichgau-Senke im Westen können Wind und Wolken ungehindert nach Osten über die reliefarme Landschaft der Kocher-Jagst- und Hohenloher-Haller-Ebene ziehen. Neben dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb gilt die Region als eines der ergiebigsten Gebiete zum Ausbau der Windenergienutzung.

Weinbauklima in „Badisch Sibirien“

Der ehemals badische Teil des Gebiets zwischen Mosbach, Tauberbischofsheim, Main und Odenwald wurde schon im 19. Jh. volkstümlich als „Badisch Sibirien“ bezeichnet, was im Vergleich zu den badischen Kernlanden am Oberrhein zum einen wohl klimatisch gemeint ist. Der Begriff sollte aber vor allem die damalige Abgelegenheit und Rückständigkeit der Gegend verdeutlichen, zu einer Zeit, als die Verbindungen der Badischen Staatseisenbahn noch in Mosbach endeten.

 

Die Gäulandschaften im Nordosten des Landes gehören überwiegend zu den klimatischen Gunsträumen des Landes. Im größten Teil der Region fallen jährlich zwischen 650 und 850 mm Niederschlag. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen bei 8–9 °C. In Abhängigkeit ihrer Lage zu den umgebenden Mittelgebirgen und der Höhenlage gibt es jedoch deutliche Unterschiede innerhalb des Gebietes. Die wärmebegünstigten Weinbauregionen an Main und Neckar setzen sich in die Täler von Tauber, Kocher und Jagst hinein fort. Etwas kühlere Temperaturen weisen die ausgedehnten Hochflächen auf. Unter 8 °C liegen die Jahresdurchschnittstemperaturen auf der hochgelegenen östlichen Hohenloher Ebene und im nordwestlichen Bauland, im Übergangsbereich zum Odenwald. Dort sind wegen der nächtlichen Abkühlung bei den häufigen Strahlungswetterlagen im Regenschatten des Odenwalds erste Fröste Anfang Oktober und Spätfrost im Mai keine Seltenheit.

 

Zu den trockensten Gebieten des Landes gehört das im Windschatten von Odenwald und Spessart gelegene Tauberland (Bad Mergentheim 650 mm). Nach Süden nehmen die Niederschlagswerte allmählich zu und steigen im Windstau der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge nochmals deutlich auf rund 850 mm an. In den geschützten Stufenrandbuchten von Jagst, Bühler und Kocher sind die Niederschläge wiederum etwas geringer und die Temperaturen höher. Auch von West nach Ost, vom Neckartal bis zur östlichen Hohenloher Ebenen nehmen die Jahresdurchschnittsniederschläge allmählich von rd. 700 auf über 800 mm zu.