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Appenmühle, Daxlanden
Am Thomaswehr in Daxlanden, Mühlgraben zur Appenmühle (linke Abzweigung)
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Bild: Appenmühle Karlsruhe-Daxlanden
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Das Thomaswehr verzweigt die Alb flussabwärts in zwei Arme. Der linke Seitenarm fließt zur Appenmühle (Mühlgraben), der rechte Arm fließt ungehindert in Richtung Wörth. Unterhalb des Wehres beginnt ein relativ naturnaher Flussabschnitt. Beiderseits säumen Erlen die unverbauten Ufer.

Appenmühle:
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Die Appenmühle in Daxlanden, einst Getreidemühle heute Energieerzeuger

 
Bild: Appenmühle Daxlanden, Karsruhe
Appenmühle bei Daxlanden um 1910
(© Stadt Karlsruhe)

Die Appenmühle bei Daxlanden um 1910 mit angeschlossenem Sägewerk. Die Mühle befand sich damals noch außerhalb des Stadtgebiets und war als Ausflugsziel beliebt.

 
Bild: Appenmühle in Daxlanden 2011
Appenmühle im Jahr 2011
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Nach dem Wiederaufbau im Jahr 1950 ist vom ursprünglichen Mühlengebäude nichts mehr zu erkennen.

 
Bild: Appenmühle, Technik
Wasserkraftwerk Appenmühle - Technik
(© Stadtwerke Karlsruhe)

Die historische Appenmühle, im Karlsruher Stadtteil Daxlanden, liegt an der Alb unweit des Rheins. Es wird vermutet, dass der Name auf ihren ersten Besitzer zurückgeht, der möglicherweise Appo hieß. Im Jahr 1396 wird die Getreide- und Sägemühle zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Markgraf Rudolf VI. das Anwesen dem Baden-Badener Spital schenkt. 1535 wird die Markgrafschaft geteilt und Daxlanden (damals Dachszlandt) vollständig zur katholischen Markgrafschaft Baden-Baden zugeteilt wird. Ab diesem Zeitpunkt ist die Alb auch die politische Grenze zur evangelischen Markgrafschaft Baden-Durlach. In der Nähe der Mühle entsteht somit eine Zollstation. 1689 wird die Mühle von den Franzosen nieder­ge­brannt. Im Jahr 1894 erwirbt die Stadt Karlsruhe das Anwesen einschließlich der Wasserrechte. Bereits 1925 erhält die Appenmühle erstmals eine Wasserturbine zur Stromerzeugung.

Daxlanden und das Mühlengebäude werden über die Jahrhunderte mehrfach durch Hochwasser und kriegerische Auseinandersetzungen zerstört. Im 2. Weltkrieg 1944 brennt die Appenmühle zum letzten Mal nach einem Bombenangriff auf den Rheinhafen nieder. Mit dem Wiederaufbau im Jahr 1950 ist vom ursprünglichen Gebäude nicht mehr viel zu erkennen. Dennoch heute finden sich stellenweise Spuren aus der langen Historie (s. Bildergalerie).

Im Mai 2000 installieren die Stadtwerke Karlsruhe auf dem ehemaligen Mühlengelände am Kornweg eine moderne Turbinenanlage (40 kW, Drehstrom) zur Stromerzeugung. Mit der Energie von ca. 200.000 Kilowattstunden im Jahr können nun 80 Karlsruher Haushalte versorgt werden. Bei der Sanierung der Wasserkraftanlage spielen auch ökologische Gesichtspunkte eine wichtige Rolle. Durch den Einbau einer Fischtreppe am Thomaswehr ist es nun möglich, dass Wasserorganismen die Alb wieder ungehindert flussaufwärts besiedeln können.

Der durch die Stadtwerke informativ gestaltete Außenbereich um die ehemalige Mühle, gibt einen guten Einblick in die alternative Energiegewinnung unserer Tage. Fischtreppe, Wehranlagen sowie der äußere Bereich des Wasserkraftwerks sind barrierefrei erreichbar und öffentlich zugänglich.

Übersicht:

1 Die Appenmühle in Daxlanden, einst Getreidemühle heute Energieerzeuger