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Projekte für den Klimaschutz
Beispiele für Klimaschutz in Baden-Württemberg
Energieerzeugung mit Bürgerbeteiligung, Solaranlage Evangelische Akademie Bad Boll
(Element 8 von 8: Bild)
Bild: Solarprojekt Ökomenische Energiegenossenschaft, Bad Boll
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Bürger-Energiegenossenschaften

Aus Anlass eines „freien“ zu vermietenden Daches im Ensemble der Evangelischen Akademie Bad Boll wurde 2009 von engagierten Akteuren aus dem Umfeld der Akademie die Ökumenische Energiegenossenschaft Baden-Württemberg gegründet.

In den vergangenen Jahren haben sich viele Bürger-Energiegenossenschaften in Baden-Württemberg gegründet. Die Idee ist einfach: Bürgerinnen und Bürger schließen sich zusammen und gründen eine Organisation zur Realisierung regenerativer Energieprojekte. Dazu leistet jedes Mitglied eine Einlage. Ziele sind neben der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und mehr Mitbestimmung ein verbesserter Klimaschutz und die Förderung der regionalen Wirtschaft.

Projekte für den Klimaschutz

Projekte und Maßnahmen, die direkt oder indirekt zum Klimaschutz beitragen, können vielfältig ausgestaltet sein. Die Aktivitäten in Baden-Württemberg reichen von einfachen Energieeffizienzoptimierungen im privaten oder öffentlichen Bereich bis hin zu ökologischen Bauprojekten. Hier finden Sie einige Beispiele.

 

Klimaschutz und Klimaanpassung

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Klimaschutz und Klimaanpassung

 
Bild: Photovoltaik-Anlage im Gegenlicht
Strom aus Sonnenlicht - Energieerzeugung ohne Treibhausgase
(© privat, Autor: B. Grießmann)
 
So funktioniert das neue Klimaschutzgesetz .
(© Land BW)

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Selbst das optimistischste Klimaszenario des IPCC belegt, dass der Klimawandel auf absehbare Zeit lediglich begrenzt, nicht aber rückgängig gemacht werden kann. Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen sind erforderlich, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Anerkanntes Ziel deutscher und europäischer Klimaschutzpolitik ist die Reduktion des Anstiegs der Durchschnittstemperatur auf max. 2°C über dem vorindustriellen Niveau. Erreicht werden soll dies durch die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auf allen staatlichen wie gesellschaftlichen Ebenen.

Zur Begrenzung der negativen Auswirkungen des Klimawandels müssen die Treibhausgasemissionen vermindert werden. Maßnahmen können in den fünf Handlungsbereichen Strom, Wärme, Verkehr, Landnutzung und Stoffströme erfolgen. Beim Strom sind dies der Ausbau erneuerbarer Energien, Ausbau der Stromnetze und -speicher, im Wärmebereich z. B. die effektive Nutzung von Wärme und Kraft-Wärme-Kopplung. In der Landnutzung wiederum sind die Potentiale begrenzt, finden sich jedoch im Bereich der Förderung von natürlichen Systemen, die große Mengen CO2 binden können wie Wälder und Moore.

Positiver Nebeneffekt eines vorbeugenden Klimaschutzes ist die Stärkung der Wirtschaft. Klimaschutzmaßnahmen schaffen Arbeitsplätze, z.B. in der Solarindustrie oder im Bauhandwerk. Im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten bereits heute rund 370.000 Menschen1.

Anpassungsmaßnahmen wie Hochwasserschutz, Gesundheitsvorsorge oder landbauliche und forstwirtschaftliche Maßnahmen sind wichtig, um den Folgen des nicht mehr vermeidbaren Klimawandels zu begegnen. Auf Bundesebene wurde dazu Ende 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) entwickelt. Die Umsetzung konkreter Maßnahmen soll durch den Aktionsplan Anpassung angestoßen werden, der 2011 gemeinsam mit den Ländern erarbeitet wurde.

Ende Juli 2015 hat die Landesregierung die „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Baden-Württemberg" verabschiedet. Sie umfasst eine landesweite Darstellung der Risiken und Chancen der Folgen des Klimawandels sowie hieraus abgeleitet insgesamt 76 Empfehlungen für mögliche Anpassungsmaßnahmen.


1 BMWi 2014: Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2013 – eine erste Abschätzung