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Projekte für den Klimaschutz
Beispiele für Klimaschutz in Baden-Württemberg
Französisches Viertel Tübingen
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Bild: Französisches Viertel Tübingen
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Von der Kaserne zum ökologischen Vorzeigeobjekt

Unter ökologischen Aspekten beispielhaft ist die Umnutzung des ehemaligen Kasernengeländes in Tübingen. Die Niedrigenergie-Bauweise wurde konsequent umgesetzt. Fernwärme, die über Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wird, kommt flächendeckend zum Einsatz.

Baukonzepte wie das Französische Viertel wirken sich auch verkehrsreduzierend aus. Die Durchmischung von Wohn- und Gewerbegebiet führt zu kurzen Wegen, so dass kein Auto benötigt wird. Verkehrsberuhigte und städtebaulich aufgewertete Flächen erhöhen die Verkehrssicherheit und lassen die Bewohner öfter das Fahrrad benutzen.  

Das französische Viertel ist nicht nur unter ökologischen Aspekten wegweisend. Bei der Konzeption standen insbesondere auch stadtsoziologische Aspekte eine wichtige Rolle.

Projekte für den Klimaschutz

Projekte und Maßnahmen, die direkt oder indirekt zum Klimaschutz beitragen, können vielfältig ausgestaltet sein. Die Aktivitäten in Baden-Württemberg reichen von einfachen Energieeffizienzoptimierungen im privaten oder öffentlichen Bereich bis hin zu ökologischen Bauprojekten. Hier finden Sie einige Beispiele.

 

Klimaschutz und Klimaanpassung

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Klimaschutz und Klimaanpassung

 
Bild: Photovoltaik-Anlage im Gegenlicht
Strom aus Sonnenlicht - Energieerzeugung ohne Treibhausgase
(© privat, Autor: B. Grießmann)
 
So funktioniert das neue Klimaschutzgesetz .
(© Land BW)

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Selbst das optimistischste Klimaszenario des IPCC belegt, dass der Klimawandel auf absehbare Zeit lediglich begrenzt, nicht aber rückgängig gemacht werden kann. Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen sind erforderlich, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Anerkanntes Ziel deutscher und europäischer Klimaschutzpolitik ist die Reduktion des Anstiegs der Durchschnittstemperatur auf max. 2°C über dem vorindustriellen Niveau. Erreicht werden soll dies durch die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auf allen staatlichen wie gesellschaftlichen Ebenen.

Zur Begrenzung der negativen Auswirkungen des Klimawandels müssen die Treibhausgasemissionen vermindert werden. Maßnahmen können in den fünf Handlungsbereichen Strom, Wärme, Verkehr, Landnutzung und Stoffströme erfolgen. Beim Strom sind dies der Ausbau erneuerbarer Energien, Ausbau der Stromnetze und -speicher, im Wärmebereich z. B. die effektive Nutzung von Wärme und Kraft-Wärme-Kopplung. In der Landnutzung wiederum sind die Potentiale begrenzt, finden sich jedoch im Bereich der Förderung von natürlichen Systemen, die große Mengen CO2 binden können wie Wälder und Moore.

Positiver Nebeneffekt eines vorbeugenden Klimaschutzes ist die Stärkung der Wirtschaft. Klimaschutzmaßnahmen schaffen Arbeitsplätze, z.B. in der Solarindustrie oder im Bauhandwerk. Im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten bereits heute rund 370.000 Menschen1.

Anpassungsmaßnahmen wie Hochwasserschutz, Gesundheitsvorsorge oder landbauliche und forstwirtschaftliche Maßnahmen sind wichtig, um den Folgen des nicht mehr vermeidbaren Klimawandels zu begegnen. Auf Bundesebene wurde dazu Ende 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) entwickelt. Die Umsetzung konkreter Maßnahmen soll durch den Aktionsplan Anpassung angestoßen werden, der 2011 gemeinsam mit den Ländern erarbeitet wurde.

Ende Juli 2015 hat die Landesregierung die „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Baden-Württemberg" verabschiedet. Sie umfasst eine landesweite Darstellung der Risiken und Chancen der Folgen des Klimawandels sowie hieraus abgeleitet insgesamt 76 Empfehlungen für mögliche Anpassungsmaßnahmen.


1 BMWi 2014: Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2013 – eine erste Abschätzung