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Projekte für den Klimaschutz
Beispiele für Klimaschutz in Baden-Württemberg
Niedrigenergiehaussiedlung "Am Dorf" in Heidelberg-Kirchheim
(Element 1 von 8: Bild)
Bild: Niedrigenergiehaussiedlung Heidelberg Kirchheim
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Mit Niedrigenergie zum Klimaschutz

Für das Beheizen von Wohngebäuden wird sehr viel Energie benötigt. Dementsprechend hoch sind nicht nur die finanziellen Aufwendungen, sondern auch die Treibhausgas-Emissionen, zumal die meisten Häuser mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas beheizt werden.

Dem hohen Energieverbrauch wollte die Heidelberger Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) vorbeugen und konzipierte 1996 die Wohnanlage "Kirchheim am Dorf" nach dem Niedrigenergiehaus-Standard. Neben einer guten Wärmedämmung gehören dichte Fenster und Türen sowie die Vermeidung von Wärmebrücken zu den wichtigsten Maßnahmen. 

Projekte für den Klimaschutz

Projekte und Maßnahmen, die direkt oder indirekt zum Klimaschutz beitragen, können vielfältig ausgestaltet sein. Die Aktivitäten in Baden-Württemberg reichen von einfachen Energieeffizienzoptimierungen im privaten oder öffentlichen Bereich bis hin zu ökologischen Bauprojekten. Hier finden Sie einige Beispiele.

 

Klimaschutz und Klimaanpassung

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Internationale Klimakonferenzen

 
Bild: Rio de Janeiro
Rio de Janeiro - Blick auf den Zuckerhut
(© privat, Autor: P. Grießmann)
 
Bild: Logos Klimakonferenzen
Logo des Erdgipfels in Rio

Alles begann in Rio

Vertreter aller Nationen treffen sich regelmäßig, um über mögliche Wege zur Begrenzung des anthropogenen Klimawandels zu diskutieren. Erstmals trafen die Teilnehmer 1992 in Rio de Janeiro zusammen. Hier wurde der Grundstein für die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen (UN) gelegt. Die Staatengemeinschaft verabschiedete eine Klimarahmenkonvention, welche die völkerrechtliche Grundlage für den internationalen Klimaschutz bildet. Konkretere Vereinbarungen wurden nicht getroffen. Die Staaten begnügten sich in Brasilien noch mit Absichtserklärungen zum Abbau von Treibhausgasen.

Auswahl von UN-Weltklimakonferenzen mit wichtigen Entscheidungen:

1995: 1. Weltklimakonferenz, Berlin
Weiterentwicklung und Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention

1997: 3. Weltklimakonferenz, Kyoto
Verabschiedung des Kyoto-Protokolls: Erstmals werden völkerrechtlich verbindliche Ziele1 für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern bis 2012 festgelegt.

2009: 15. Weltklimakonferenz, Kopenhagen
Die teilnehmenden Regierungen bekennen sich zum Ziel, die Erderwärmung auf maximal 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen ("2 °C -Ziel").

2010: 16. Weltklimakonferenz, Cancún
Es wird beschlossen, einen von den Industrienationen gespeisten „Grünen Klimafonds" einzurichten. Damit sollen Entwicklungsländer unterstützt werden, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.

2011: 17. Weltklimakonferenz, Durban
Die Teilnehmer bekräftigten das 2 °C -Ziel, die Umsetzungsbeschlüsse bleiben jedoch weiter unverbindlich. Kanada tritt nach der Konferenz aus dem Kyoto-Protokoll aus.

2012: 18. Weltklimakonferenz, Doha
Das Kyoto-Abkommen wird bis 2020 verlängert. Die teilnehmenden Staaten beschließen außerdem, 2014 die  CO2-Reduktionsziele zu überprüfen.

2014: 20. Weltklimakonferenz, Lima
Nach schwierigen Verhandlungen gelingt es, Eckpunkte für einen Weltklimavertrag zu beschließen.

Die 21. Weltklimakonferenz findet Ende 2015 in Paris statt.


1Völkerrechtlich verpflichtet sind Staaten, die das Abkommen unterschrieben und ratifiziert haben. Voraussetzung für das Inkrafttreten des Protokolls war, dass mindestens 55 Staaten das Abkommen ratifizieren, die zusammengerechnet mehr als 55 % der Kohlenstoffdioxid-Emissionen des Jahres 1990 verursachten.

CO2-Emissionen pro Kopf 2010 (Quelle: CDIAC/United Nations Statistic Division: Millenium Development Goals Database)

Staat

CO2-Emissionen
in Tonnen
USA 17,50
Kanada 14,67
Russische Föderation 12,18
Südkorea 11,78
Japan 9,25
Deutschland 9,06
Vereinigtes Königreich 7,96
Italien 6,71
Volksrepublik China 6,18
Indien 1,64
Kenia 0,31