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Projekte für den Klimaschutz
Beispiele für Klimaschutz in Baden-Württemberg
Niedrigenergiehaussiedlung "Am Dorf" in Heidelberg-Kirchheim
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Bild: Niedrigenergiehaussiedlung Heidelberg Kirchheim
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Mit Niedrigenergie zum Klimaschutz

Für das Beheizen von Wohngebäuden wird sehr viel Energie benötigt. Dementsprechend hoch sind nicht nur die finanziellen Aufwendungen, sondern auch die Treibhausgas-Emissionen, zumal die meisten Häuser mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas beheizt werden.

Dem hohen Energieverbrauch wollte die Heidelberger Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) vorbeugen und konzipierte 1996 die Wohnanlage "Kirchheim am Dorf" nach dem Niedrigenergiehaus-Standard. Neben einer guten Wärmedämmung gehören dichte Fenster und Türen sowie die Vermeidung von Wärmebrücken zu den wichtigsten Maßnahmen. 

Projekte für den Klimaschutz

Projekte und Maßnahmen, die direkt oder indirekt zum Klimaschutz beitragen, können vielfältig ausgestaltet sein. Die Aktivitäten in Baden-Württemberg reichen von einfachen Energieeffizienzoptimierungen im privaten oder öffentlichen Bereich bis hin zu ökologischen Bauprojekten. Hier finden Sie einige Beispiele.

 

Klimaschutz und Klimaanpassung

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Deutsche Anpassungsstrategie (DAS)

Bild: Alt-Neckar bei Heidelberg
Überschwemmungsflächen bieten Schutz vor Hochwasser - Altneckar bei Heidelberg
(© privat, Autor: B. Grießmann)

Auch die Renaturierung von Flussufern und Wiederherstellung von Überschwemmungsflächen gehört zu den Klimanpassungsmaßnahmen.

Klimafolgen und Handlungsoptionen

Ziel der 2008 beschlossenen Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) ist es, die Verwundbarkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu mindern. Außerdem soll die Anpassungsfähigkeit natürlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Systeme erhalten oder gesteigert werden. Für insgesamt 13 Lebens-, Umwelt- und Wirtschaftsbereiche sowie den Bevölkerungsschutz und die Raumordnung werden Klimafolgen und mögliche Handlungsoptionen dargestellt. Die Bundesregierung will sich dabei an wichtigen Grundsätzen wie z.B. Nachhaltigkeit, Wissensbasierung und internationale Verantwortung orientieren. Die Anpassungsstrategie an den Klimawandel und die Nachhaltigkeitsstrategie sollen sich inhaltlich ergänzen.

Wichtige Bausteine des skizzierten Anpassungsprozesses sind beispielsweise die Verstärkung des Bevölkerungsschutzes, die Einrichtung eines integrierten Flussgebietsmanagementsystems, die Anpassung der Infrastruktur in verwundbaren Gebieten oder die Weiterentwicklung des Naturschutzgebietssystems.

Mit Hilfe eines dauerhaft angelegten Klimafolgen-Monitorings sollen durch den Klimawandel ausgelöste Veränderungen mit konkreten Daten dokumentiert und Anpassungsmaßnahmen bewertet werden.

3 Elemente des Anpassungsprozesses in der DAS

  1. Bewusstseinsbildung und Information
    Die Bundesregierung will die Öffentlichkeit verstärkt über mögliche Klimafolgen und die sich daraus ergebenden Handlungserfordernisse und -möglichkeiten informieren.
  2. Dialog und Beteiligung verschiedener Akteure
    Die Bundesregierung geht davon aus, dass Interessenskonflikte, die durch die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen entstehen, nur durch eine breite Beteiligung von Akteuren und gesellschaftlichen Gruppen überwindbar sind.
    Der Dialog wird mit allen wichtigen gesellschaftlichen Akteuren wie Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft sowie mit kommunalen Spitzenverbänden, Kommunen und Kreisen sowie den Bundesländern geführt.
  3. Verbesserung der Wissensbasis
    Durch umfangreiche Forschungsaktivitäten sollen die wissenschaftlichen Grundlagen für den Anpassungsprozess erweitert und vertieft werden. Neben der allgemeinen Verbesserung des Klimawissens sollen u.a. Anpassungsmöglichkeiten für verschiedene Regionen und Sektoren wie Landwirtschaft oder Wasserwirtschaft untersucht werden.

Im DAS-Konzept wird auch die Rolle Deutschlands bei Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern betrachtet. Die Folgen des Klimawandels sollen bei der Armutsbekämpfung berücksichtigt werden, um diese nachhaltig einzudämmen.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Anpassungsstrategie und Konkretisierung des strategischen Vorgehens wurde im Sommer 2011 ein gemeinsam mit den Bundesländern erarbeiteter „Aktionsplan Anpassung" vorgelegt. Der erste Monitoringbericht zur DAS ist im Mai 2015 erschienen.  Darüber hinaus wird die Bundesregierung bis Ende 2015 einen Fortschrittsbericht mit konkreten Schritten zur Weiterentwicklung und Umsetzung der DAS vorlegen.

Um die Akteure und den Prozess der Umsetzung und Weiterentwicklung der Anpassungsstrategie zu unterstützen, werden die Angebote und Dienstleistungen des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) am Umweltbundesamt ausgebaut. Das seit 2010 arbeitende Climate Service Center 2.0 bei der Helmholz-Gesellschaft Deutscher Forschungszentren soll den Wissensaustausch und die Forschungsprozesse beschleunigen.