Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Bild: Donau-Schwebegarnele (von oben)
Donau-Schwebegarnelen (Limnomysis benedeni) leben auch im Bodensee
(© Hydra, Autor: P. Rey)

Die Donau-Schwebegarnele (Limnomysis benedeni) ist vom Schwarzen Meer aus, über die Donau eingewandert und wurde 1973 erstmals in Österreich nachgewiesen. Seitdem hat sie sich flussaufwärts über den Main-Donau-Kanal bis in die Niederlande und nach Frankreich verbreitet.

Im Bodensee trat die Schwebegarnele erstmals im Sommer 2006 auf. Bereits ein Jahr später kam die Art im gesamten Obersee vor. Mittlerweile ist sie in allen Teilen des Bodensees zu finden. In einigen Bereichen gibt es Massenvorkommen.

Die Tiere halten sich über Steingrund oder zwischen Wasserpflanzen auf. Bei der Wahl ihrer Nahrung sind die Krebstiere nicht wählerisch. Die Garnelen haben ein breites Nahrungsspektrum. Sie ernähren sich von Phytoplankton (aus Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten und Cyanobakterien) und filtrieren zerfallende organische Substanzen, also Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere (Detritus).