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NSG Unterer Neckar, Botzheimer Wasen
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Botzheimer Wasen, Pflege und Ausbau 2010
Neckarinsel Oberer Wörth beim Botzheimer Wasen (Rhein-Neckar-Kreis)
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Bild: NSG Unterer Neckar, Botzheimer Wasen
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Die Neckaraue zwischen Botzheimer Wasen und der Neckarinsel Oberer Wörth steht seit 1986 unter Schutz (Aufn. November 2010). Die Vegetation der Aue am Unteren Neckar besteht aus Schilfröhrichten und Weiden, stellenweise vermischt mit Ulme und Eiche als Standortstypen der Hartholzaue.

Noch im 19. Jahrhundert bildete der Neckar am Unterlauf  zahlreiche Inseln aus. Je nach Bewuchs unterschied man zwischen Griene (= sandige, kiesige Inseln, die nur mit Buschwerk bewachsen sind) und Wörthe (= bewaldete Flussinseln).

NSG Unterer Neckar, Botzheimer Wasen:
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Übersicht

NSG Unterer Neckar, Botzheimer Wasen

 

Naturschutzgebiet Unterer Neckar - Botzheimer Wasen - Paradies für Vögel und Fische

 
Bild: Neckar in Höhe Botzheimer Wasen, Luftbild
Der Neckar in Höhe Botzheimer Wasen (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Die Neckaraue zwischen Botzheimer Wasen und Oberer Wörth. Die Fläche charakterisiert als letzter Rest die frühere, abwechslungsreiche Flusslandschaft des Neckars. Das Luftbild verdeutlicht die starke landwirtschaftliche Nutzung der Auenlandschaft am Unteren Neckar.

 
Bild: Botzheimer Wasen (Rhein-Neckar-Kreis), Karte
NSG Botzheimer Wasen und Oberer Wörth
(© Autor: LGL)
 
Bild: NSG Botzheimer Wasen
Botzheimer Wasen und Oberer Wörth, September 2011
(© C. Ritter)

Die 2010 neu gestalteten Flächen haben sich prächtig entwickelt.

Die Neckaraue zwischen Botzheimer Wasen und Obere Wörth ist eine Teilfläche des kombinierten Natur- und Landschaftsschutzgebiets Unterer Neckar, das zugleich auch als FFH-Gebiet (Nr.: 6517-341) ausgewiesen ist. Drei Kreise haben Anteil an dem überregional wichtigen Schutzgebiet: Die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie der Rhein-Neckar-Kreis mit den Gemeinden Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen, Ladenburg und Dossenheim.

In den Jahren 2008 bis 2010 musste das erodierte Ufer des Neckarkanals im Bereich von Ladenburg und Ilvesheim auf einer Länge von rund sieben Kilometern mit Spundwänden gesichert werden. Da die Arbeiten mit erheblichen Eingriffen in das Landschaftsschutzgebiet verbunden waren, waren sog. Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Das heißt, dass ökologisch wertvolle Flächen, die der Natur genommen, an anderer Stelle wieder zurückgegeben werden. Solche Ausgleichsmaßnahmen wurden November 2010 am Botzheimer Wasen und seiner vorgelagerten Neckarinsel durchgeführt.

Das Amt für Neckarausbau Heidelberg ließ vorort ein ca. 360 Meter langes Seitengewässer ausbaggern, in dem sich später Wasservögel, Fische, Libellen und Muscheln ansiedeln sollen. Insbesondere denkt man hier an die Kinderstube des seltenen Bitterlings (Rhodeus amarus), der für seine Fortpflanzung Süßwassermuscheln benötigt, in deren Kiemenspalten die Eier abgelegt werden. Aber auch andere Fischarten wie Gründling, Flussbarsch, Schleie, Döbel, Barbe und Rotauge finden dann im Neckar neue, ideal strukturierte Laichplätze. Nach Abschluss der umfangreichen Geländearbeiten ist vorgesehen, auentypische Bäume und Sträucher neu anzupflanzen.

Landschaftlich attraktiv wird sich der Botzheimer Wasen erst im Frühjahr 2011 zeigen, wenn die neue Vegetationsperiode erwacht und Wasservögel wie Fische den Lebensraum zurückerobern.