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Mittleres Oberrheinisches Tiefland
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Landschaften Mittleres Oberrheinisches Tiefland
Altrheinarm in den Rastatter Rheinauen
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Bild: Altarm in den Rastatter Rheinauen, Ldkr. Rastatt
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Mittleres Oberrheinisches Tiefland:
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Mittleres Oberrheinisches Tiefland: Verbreitung der Böden

 

Verbreitung der Böden

Bild: Ausschnitt aus Bodenübersichtskarte 1 : 200 000
Ausschnitt aus Bodenübersichtskarte 1 : 200 000
(© Autor: LGRB)

Der Kartenausschnitt zeigt die Abfolge der Bodengesellschaften von der Rheinaue über die Niederterrasse zu den Vorbergen im Gebiet westlich von Lahr und Offenburg. Bodengesellschaften in der Rheinaue werden mit den Einheiten zwischen den Nummern 107 und 118 gekennzeichnet. Auenböden haben eine blaue Farbe, Nassböden sind in der Karte grün gekennzeichnet. Die Kartiereinheiten auf der Niederterrasse haben im Ausschnitt die Nummern 97 bis 119. Braune Farben kennzeichnen terrestrische Böden und Kolluvien, die nicht von Grundwasser beeinflusst sind. Stark grundwasserbeeinflusste Böden sind in der Karte violett und grün. Die rosa Flächen mit den Nummern 83 bis 88 im östlichen Teil des Kartenausschnitts markieren die kalkreichen Böden der lössbedeckten Vorberge. Am unteren Rand beginnen mit brauner Farbkennzeichnung die Braunerden und Parabraunerden der Lahr-Emmendinger-Vorberge.

Die lineare Ausrichtung und der parallele Verlauf zum Rhein weisen auf eine fluviatile Entstehung der Bodengesellschaften hin. Wie stark der Einfluss des Rheins ist, zeigt die Einheit 112 mit überwiegend Auenpararendzina-Auengley aus jungen, kalkreichen, sandig-schluffigen Auensedimenten unter Wald, die durchgehend über viele Kilometer den Fluss begleitet. Die östlich anschließende Niederterrasse markiert die höchsten Bereiche des Ausschnitts mit Parabraunerden aus Hochflutsedimenten über Terrassenschotter. Dann fällt das Gelände in eine tektonisch bedingte, nasse Randsenke ab, die von der Schutter durchflossen und von schluffig-tonigen und tonig-lehmigen Auensedimenten eingenommen wird. Auengley und Auengley-Brauner Auenboden bilden die Randsenke. Am Übergang zur Niederterrasse kommt Pseudogley-Gley und Parabraunerde-Pseudogley vor. Nördlich von Schuttern konnte sich ein kleines Niedermoor (119) im Schutz einer Lössanwehung erhalten. Lösserhebungen sind verstreut auf der Niederterrasse zu finden und werden von Pararendzina (84) eingenommen. Die lössbedeckte Vorbergzone wird weinbaulich genutzt. Die Pararendzinen (84) sind überwiegend rigolt und umgelagert. Ihre Abschwemmmassen liegen am Rand der Vorberge auf der Niederterrasse. In breiteren Senken der Vorberge hat sich Kolluvium-Gley (88) gebildet.

 

Die obenstehende Karte zeigt einen Ausschnitt aus der Bodenübersichtskarte 1:200 000 Blatt CC7910 Freiburg-Nord. Durch Anklicken der Karte erhalten Sie ein vergrößertes Bild mit Erläuterungen zur Bodenvergesellschaftung im Bereich der Mittleren Oberheinischen Tiefebene.

Informationen und Bezugsmöglichleiten von Bodenkarten und weiteren geowissenschaftlichen Produkten finden Sie unter http://lgrb-bw.de/home.