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Mittleres Oberrheinisches Tiefland
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Vorbergzone Mittleres Oberrheinisches Tiefland
Tief entwickelte pseudovergleyte Parabraunerde aus Lösslehm
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Bild: Tief entwickelte pseudovergleyte Parabraunerde_7314.201
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Die Böden der lössbedeckten Vorberge sind durch intensive landwirtschaftliche Nutzung überwiegend erodiert. In den Muldentälern bilden die Abschwemmmassen tiefes Kolluvium und Kolluvium-Gley. Erodierte Parabraunerden kommen verbreitet auf Scheitelbereichen und schwach bis mittel geneigten Hängen der überwiegend von Löss und Lösslehm überdeckten Vorbergzone vor.

Mittleres Oberrheinisches Tiefland:
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Mittleres Oberrheinisches Tiefland

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Vorbergzone - Premiumlandschaft des Wein- und Obstanbaus

Bild: Vorbergzone - Hecklinger Burg
Vorbergzone - Hecklinger Burg (Ldkr. Emmendingen)
(© LGRB, Autor: W. Weinzierl)

Die hügelige bis bergige Vorbergzone zwischen Emmendingen und Baden-Baden ist überwiegend mit Löss und Lösslehm bedeckt. An den steilen Hängen zur Oberrheinebene ist die Erosion so stark, dass Pararendzina  aus Löss die Bodenlandschaft dominiert. Das erodierte, humose Oberbodenmaterial sammelt sich in den Mulden und auf der Niederterrasse am Fuße der Vorberge. So konnte z. T. mächtiges Kolluvium  angeschwemmt werden. Wo verbreitet Weinbau betrieben wird, entstand durch Meliorationsmaßnahmen der Übergangsbodentyp Pararendzina-Rigosol . Bei der Anlage von Terrassen wird an der Böschung Auftragsboden aufgeschüttet, während hangwärts in den Rohlöss gegraben wird, so dass hier Syrosem  entsteht. In vor Erosion geschützten Lagen, östlich der Steilhänge, konnte sich noch erodierte Parabraunerde  halten. Pararendzina kommt nur noch auf Kuppen und konvexen Hängen vor. In flachen Mulden ist bei geringerer Erosion mäßig tiefes Kolluvium über Parabraunerde verbreitet. Nur an Steilhängen kommen stellenweise Gesteine des Muschelkalks und Buntsandsteins an die Oberfläche.