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Mittleres Oberrheinisches Tiefland
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Semiterrestrische Böden auf der Niederterrasse sowie Auenböden der Kinzig, Schutter und Undiz
Auenbraunerde aus Auenlehm auf sandig-kiesigen Flußbettablagerungen über Niederterrassenschotter
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Bild: Auenbraunerde_7612.201
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Auenbraunerde findet man auf flachen Erhebungen in den schmalen Auenbereichen der Niederterrasse. Sie kann leicht lessiviert sein und im Untergrund Grundwasseranschluss haben. Die Auenbraunerde besitzt eine mittlere nutzbare Feldkapazität.

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Niederterrasse - Feuchte Spuren in der Ebene

Mehrere Rheinzuflüsse aus dem Schwarzwald durchfließen die Niederterrasse. Wegen nur geringer Höhendifferenz sind die breiten Auen gegenüber den flachwelligen Niederterrassenflächen morphologisch nur schwer abgrenzbar. Vor allem dann, wenn eine vernässte geringmächtige Hochflutlehmüberdeckung ein Auensediment vortäuscht. Im Verzahnungsbereich zwischen Rhein- und Schwarzwaldsedimenten ist die genetische Zuordnung einfacher, da die Rheinzuflüsse im Gegensatz zum Rhein kalkfreies Material ablagern.

Im Einmündungsbereich der Schwarzwaldtäler in die Oberrheinebene bilden die Schwarzwaldflüsse meist Schwemmfächer, auf welchen die vom Grundwasser am wenigsten beeinflussten Auenböden zu finden sind, die Braunen Auenböden. Nur in tiefer eingeschnittenen Rinnen haben sich Auengley-Braune Auenböden gebildet, die im weiteren Verlauf der Zuflüsse vorherrschend werden. Oft sind unter den überwiegend lehmigen Auensedimenten meist humose und tonige Stillwassersedimente zu finden, die sich, wie schon der Name sagt, in einer Zeit geringer Fließbewegungen gebildet haben. Am häufigsten wurden Auenlehme sedimentiert, da die Zuflüsse Lösslehm, Löss und erodiertes Bodenmaterial herantransportierten. Als wasserreichster Zufluss im Gebiet bringt lediglich die Kinzig sandreiche Sedimente zur Ablagerung. Bei einem Grundwasserstand von vorherrschend 0,5 und 1,5 m u. Fl. bilden Auengley und bei weiter ansteigendem Grundwasser Nass- und Anmoorgley sowie Niedermoor die Auen.