Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Rennbuckeldüne Karlsruhe
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Dünenzug Rennbuckel
Kuppenförmiger Dünenrücken mit offenen Sandflächen
(Element 1 von 10: Bild)
Bild: Rennbuckeldüne (Stadt Karlsruhe)
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Kuppenförmiger Dünenrücken mit offenen, vegetationsfreien Sandflächen (Blickrichtung Südost). Lebensraum für Pioniergesellschaften.

Rennbuckeldüne Karlsruhe:
Weitere Informationen
Erlebnisorte in der Nähe:
 

Rennbuckeldüne Karlsruhe

Vorherige Seite Nächste Seite
 

Rennbuckeldüne im Nordwesten von Karlsruhe

 
Bild: Rennbuckel-Realschule, Karlsruhe
Die Rennbuckel-Realschule auf der Rennbuckeldüne
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Das Dünengelände zählte früher zur Knielinger Gemarkung und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Stadt Karlsruhe erschlossen. Während des 1. Weltkriegs diente der sandige Hügel als Artillerie-Stellung, u.a. zur Sicherung des Rheinübergangs Karlsruhe-Maximiliansau.

Die heutige Nordweststadt wurde 1970 aus Gebietsteilen der Weststadt und Mühlburgs neu gebildet. Die in unmittelbarer Nähe zur Düne gelegene Rennbuckel-Realschule wurde 1982 begründet. Ihr Einzugsgebiet heute geht weit über die Nordweststadt und Knielingen hinaus.

 
Bild: Rennbuckeldüne (Stadt Karlsruhe)
Rennbuckeldüne Karlsruhe mit Sand- und Trockenrasen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die Rennbuckeldüne in der Karlsruher Nordweststadt (Niederterrasse).

In Baden-Württemberg sind Flugsandflächen und Dünen eine Besonderheit der Nördlichen Oberrheinebene. Unsere Landschaft sah hier vor etwa 10. 000 Jahren völlig anders aus. Der Rhein und seine stark mäandrierenden Seitenarme durchdrangen damals nahezu die gesamte Region. Westliche Winde wirbelten feinkörnige Partikel aus den trockenliegenden Schotterflächen und Sandbänken des Flusses auf und lagerten sie in östlicher Richtung als Dünenzüge wieder ab. Auch die Rennbuckeldüne bei Karlsruhe ist in dieser Zeit entstanden.

Die Düne besteht heute aus einem flachen Höhenrücken (108 m ü. NN.), der sich zwischen dem Tiefgestade an der Hertzstraße und der Neureuter Straße erstreckt und zum großen Teil aus mageren, entkalkten Flugsanden besteht. Es ist davon auszugehen, dass der Rennbuckel in der frühen Nacheiszeit als Wanderdüne seine Ausdehnung zwischen Rhein und Hardtebene ständig wechselte.

Der Dünenname leitet sich vom Flurnamen ab. Der Knielinger Rennbuckel ist im 15. Jh. urkundlich als "Rennbühl" belegt (Bühl = mittelgroße Erhebung im Gelände). Ab 1642 wird der Dünenrücken "Rennbühel" genannt und ab 1780 als "Rennbuckel" bezeichnet. Die Vorsilbe "Renn" belegt möglicherweise den Sachverhalt, dass die langgestreckte, vegetationsfreie Fläche den Menschen früher als Verkehrsweg bzw. Pfad diente (s. auch Rennweghohle im Kraichgau).

Das Dünengelände zählte früher zur Knielinger Gemarkung und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Stadt Karlsruhe erschlossen. Während des 1. Weltkriegs diente der Sandhügel als Artillerie-Stellung, u.a. zur Sicherung des Rheinübergangs Karlsruhe-Maximiliansau. Zur Feststellung des städtischen Bebauungsplans kam es erst im Jahr 1952. Die heutige Nordweststadt wurde 1970 aus Gebietsteilen der Weststadt und Mühlburgs neu gebildet. Die an der Düne gelegene Rennbuckel-Realschule wurde 1982 gebaut. Das eiszeitliche Bodendenkmal war seinerzeit naturschutzrechtlich ungeschützt. Die landschaftlichen Eingriffe waren gravierend und sind nicht mehr reversibel. Noch bestehende Dünenflächen, außerhalb des Schulgeländes, sind für die Bevölkerung als Naherholungsgebiet frei zugänglich.

Übersicht:

1 Rennbuckeldüne im Nordwesten von Karlsruhe