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Landschaftswandel

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Maulbronn im Enzkreis, einst und heute

 
Bild: Kloster Maulbronn (Enzkreis), Grafik
Klosterburg Maulbronn um 1600
(© public domain)

Blick von Osten auf die noch durch Wehrmauern geschützte Klosteranlage um 1600. Rechts die Klosterweinberge und der Hexenturm. Der Pferdestall und die Wagenremise sind bereits vorhanden, ebenso die Gebäude "Fruchtkasten" (heute: Stadthalle) und die "Weingartmeisterei" (Kelter und Weinkeller). Außerhalb der Klostermauern finden sich zu dieser Zeit noch keine Siedlungsspuren (Rekonstruktionszeichnung von 1891).

 
Bild: Kloster Maulbronn (Enzkreis)
Klosteranlage (Aufn. 2011)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

UNESCO-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre.

 
Bild: Kloster Maulbronn (Enzkreis)
Blick auf Kameralamt und Klosterhof
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Blick aus der Vorhalle auf das Kameralamt (rechts) sowie auf den Klosterhof mit Linde und Brunnen

 
Bild: Maulbronn, Enzkreis, Wehrgraben
Kloster Maulbronn, ehemaliger Wehrgraben mit anschließendem Klosterberg
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die heute nicht mehr genutzten Weinbergsterrassen am Klosterberg liegen im nordwestlichen Bereich der Klosteranlage.

Kloster Maulbronn, die 860 Jahre alte ehemalige Zisterzienserabtei, gilt als die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters in Deutschland. Sie vermittelt eine lebendige Anschauung des geistigen und wirtschaftlichen Lebens des Zisterzienserordens und beeindruckt durch die damals bereits hoch entwickelte Architektur. Ab 1556, in der nachklösterlichen Epoche, dient das Kloster als Höhere Schule im Königreich Württemberg und später als Evangelisch-Theologisches Seminar. Bis heute wird es als Schule genutzt. Seit Dezember 1993 zählt die Klosteranlage zum der UNESCO.

Mehr als 100.000 Besucher kommen jährlich nach Maulbronn um Kirche und Landschaft zu besichtigen. In der Stadt selbst leben nur ca. 6.800 Einwohner. Noch heute ist das Kloster der zentrale Mittelpunkt. Dazu trägt auch bei, dass die Stadtverwaltung mit Rathaus und weiteren Verwaltungseinrichtungen inmitten der Klosteranlage angesiedelt ist. Schwieriger als der Erhalt der Klosteranlage ist der Schutz der ehemals weitläufigen Kulturlandschaft, die über Jahrhunderte von den Mönchen geprägt wurde. Neben einer hoch entwickelten Landwirtschaft betrieben sie Mühlen und Fischzucht. Zwei der ehemaligen Klosterteiche, Aalkistensee und Rossweiher, stehen heute unter Naturschutz.

Maulbronn 1956
Die Klosterstadt Maulbonn, Luftbild von 1956. Noch beherrschen Kloster und umliegende Kulturlandschaft das Ortsbild (© Foto: LMZ).

Maulbronn 2007
Stadt Maulbronn: Kloster, Siedlungsflächen und Landschaft im Jahr 2007. Die ehemals ausgeprägte Kulturlandschaft ist entsprechend den heutigen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen umgestaltet, vor allem durch die Flächeninanspruchnahme durch Siedlung und Verkehr (© Foto: LUBW, LMZ).

Die Klosteranlage Maulbronn ist heute fast ausschließlich im Besitz des Landes Baden-Württemberg und wird von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg verwaltet.