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Bodenerosion (1/2)
Bodenerosion und Klima
Bodenerosion auf landwirtschaftlicher Fläche nach Starkregen
(Element 1 von 10: Bild)
Bild: Bodenverlust durch Erosion
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Akkumulation von abgeschwemmten Bodenmaterial und Überschüttung des Hangfußbereichs nach einem Starkregen.

Die Grenzen zwischen Wald und offenem Gelände treffen im Kraichgau häufig nahezu ohne Pufferzonen und Übergänge auf. Die meist höher liegenden Waldrandstufen bewirken zu den tiefer liegenden Ackerflächen noch eine zusätzlich erhöhte Ablussrate des Regenwassers - insbesondere bei Äckern in Hanglage.

Um zu verhindern, dass das Wasser in den Falllinien abfließt, sollten Pflege und Bewirtschaftung quer zum Hang erfolgen.

Vermehrte Bodenerosion und deren Folgen

Ein wesentliches Merkmal der Bodenerosion ist seine Irreversibilität, da der jährliche Bodenabtrag wesentlich größer als die Bodenneubildung ist. Aus diesem Grund sollte Bodenerosion soweit wie möglich vermieden werden.

So wurden z.B. für die Bodenlandschaft Kraichgau mittels Schadenskartierungen Bodenverluste von 50 bis 300 t/pro ha und Jahr in Mais- und Zuckerrübenkulturen ermittelt. Für den Bodenschutz ergibt sich bereits ein Handlungsbedarf, wenn die häufig geforderten tolerierbaren Grenzwerte von jährlich 1 t/ha bzw. 10 t/ha zugrunde gelegt werden.

Folgende irreversiblen Schäden zeigen sich durch Bodenerosion:

  • Veränderung von Bodenstruktur und Bodenfunktion
  • Verlust der oberen, fruchtbaren Bodenschicht
  • Verringerung der Bodenfruchtbarkeit
  • Verminderung des Wasserspeicher-, Filter- und Puffervermögens.
  • Entwurzelung und Überdeckung von Kulturpflanzen
  • Eintrag von Bodenmaterial, Nährstoffen und Schadstoffen in andere Ökosysteme

 

 

Boden und Klimawandel (Alter Text)

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Ausdehnung des Rheingletschers in der Würmeiszeit

Bild: Würmeiszeit
Alpenvorland und Bodenseebecken in der Würmeiszeit vor ca. 20.000 Jahren
(© Wagner, G. & Koch, A., 1961)

Die Landoberfläche des Alpenvorlands vor ca 20.0000 Jahren war geprägt durch das Vordringen des Rheingletschers. Unter der dicken Eisdecke am rechten Bildrand befindet sich heute der Bodensee.

Die Landschaft des nordwestlichen Alpenvorlands, heutiges Oberschwaben, verdankt ihre Entstehung einerseits dem Vulkanismus im Tertiär, andererseits den gewaltigen Erosionskräften der vorstoßenden Eismassen des Rheingletschers im Quartär. Die Eisdecke in der Würmeiszeit erreichte stellenweise eine Dicke von 1.200 m. Hierbei wurden Gesteinsteile und Steinblöcke, die in Folge der Abtragung einzeln oder als größere Bergstürze herabgefallen waren, in Seiten-, Mittel- und Obermoränen auf dem Rücken der Gletscher getragen oder im Eis bis über 200 km weit mitgeschoben und beim Abschmelzen des Eises an ihrem Rand abgelagert.

Da sich der abzeichnende Klimawandel auf den Alpenraum besonders deutlich auswirkt, wird auch der Bodensee und seine Umgebung wieder von Veränderungen in Natur und Landschaft stärker betroffen sein.