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Böden im Odenwald
Podsolige Braunerde am Standort Wilhelmsfeld (Rhein-Neckar-Kreis)
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Bodenprofil  BDF Wilhelmsfeld
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Standort: Waldfläche bei Wilhelmsfeld (Rhein-Neckar-Kreis)

Bodenlandschaft/ Naturraum: Sandstein-Odenwald

Bodentyp: Braunerde

Ausgangsgestein: Sandsteinschichten des Buntsandsteins

Nutzung: Wald

Odenwald:
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Verbreitung der Böden im Odenwald

Aus bodenkundlicher Sicht wird im Odenwald die Bodenlandschaft  des Grundgebirgsodenwaldes von der des Sandstein-Odenwalds unterschieden. Im Bereich des Grundgebirges treten größtenteils Braunerden aus überwiegend sandigen Substraten auf, während der Untergrund von basischen Metamorphiten und Graniten gebildet wird.

Die Bodengesellschaften des Sandstein-Odenwalds umfassen sowohl den Bereich des Mittleren und Unteren Buntsandsteins im Zentralteil sowie den sich östlich anschließenden Bereich des Oberen Buntsandsteins. An den Hängen sind Blockschuttbildungen (Felsenmeere) häufig.

Als bodenkundliche Besonderheit erwähnenswert, ist die Vulkankuppe des Katzenbuckels. Hier finden sich überwiegend Braunerden, seltener Pseudogley-Braunerde und Ranker aus schluffig-lehmigen Bodenarten über Basalt.

Bild: Bodentypen Odenwald
Verbreitung der Böden im Odenwald
(© RP Ka, LUBW, Autor: RP Karlsruhe)

Im Bereich des Grundgebirges treten größtenteils Braunerden aus überwiegend sandigen Substraten auf, wenn der Untergrund von basischen Metamorphiten und Granit gebildet wird. Seltener sind podsolige Braunerden. Ist der Granit von Lößablagerungen überdeckt, sind auch Parabraunerden entwickelt. Im Bereich der sauren Vulkanite (z.B. Quarzporphyr von Dossenheim) sind Braunerden und podsolige Braunerden aus vorwiegend Hangschuttablagerungen verbreitet, seltener Braunerde-Regosole. Am westlichen Odenwaldrand, wo die Lößanwehungen mächtiger ausgeprägt sind, findet man an den steilen, meist kleinterrassierten Hängen infolge der weit verbreiteten Rebnutzung häufig Pararendzina-Rigosole aus schluffig-lehmigem Material. Im Bereich der Kerbtälchen sind Auenböden und Auengleye aus meist lehmigen Sedimenten über Kies und Geröll verbreitet.

Die Bodengesellschaften des Sandstein-Odenwalds umfassen sowohl den Bereich des Mittleren und Unteren Buntsandsteins im Zentralteil sowie den sich östlich anschließenden Bereich des Oberen Buntsandsteins. An den Hängen sind Blockschuttbildungen häufig. Sobald Lößlehm am Bodenaufbau beteiligt ist, sind auch Parabraunerden aus schluffig-lehmigen Substraten ausgebildet. Im Ausstrich des Oberen Buntsandsteins sind hauptsächlich Braunerde, podsolige Braunerde und, in Muldenlagen, Braunerde-Pseudogley bis Pseudogley ausgeprägt. Im Bereich der Röttonplatten treten schwerere Böden auf: hauptsächlich Braunerde und Pelosol mit ihren Übergängen, teilweise, mit beginnender Lößbeteiligung, auch Pseudogley-Parabraunerde. Die nach Osten hin flächenhaft werdende Lößüberdeckung führt zur Ausbildung von Parabraunerde und Pseudogley.