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Odenwald
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Landschaften und Lebensräume
Heidelberg am Neckar
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Bild: Heidelberg (Rhein-Neckar-Kreis)
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Blick vom Philosophenweg auf die Heidelberger Altstadt mit Schloss, Heiliggeistkirche und Alter Brücke. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) verlieh der Stadt der Romantik 2007 den Titel „Bundeshauptstadt im Naturschutz".

Odenwald:
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Odenwald: Vegetation

 

Vegetation

Bild: Fichtenforst
Blick in einen Fichtenbestand, ohne Unterwuchs
(© LUBW, Autor: C. Antesberger)

Zu dicht gepflanzte Fichten bringen das Leben am Waldboden zum Erliegen.

Das Vegetationsbild des Odenwalds wird zunächst durch die Gesteinsverhältnisse bestimmt. Kristalliner und Sandstein-Odenwald unterscheiden sich deutlich in ihrem Pflanzenkleid. Innerhalb des Kristallins bildet der Quarzporphyr (Rotliegendes) nochmals eine besondere Vegetationsgrundlage. Am Sondercharakter der Bergstraße hat der mächtige Lößmantel, der den Gebirgsfuß überkleidet, entscheidenden Anteil. Außerdem ist die Bergstraßenzone aus mikroklimatischen Gründen dank ihrer besonderen Lage durch ein Weinklima ausgezeichnet, das das milde Klima der Oberrheinebene durch noch wenigere Frosttage übertrifft. Dagegen weisen die mittleren und hohen Lagen des Odenwaldes deutlich montan-atlantische Züge auf mit hohen Niederschlagsmengen und einer durchschnittlichen ]ahrestemperatur, die deutlich unter den Werten der Rheinebene liegt.

Über die nacheiszeitliche Waldgeschichte des Odenwalds sind wir aus Mangel an Hoch- und Niedermooren nur unzureichend unterrichtet. Es steht jedoch fest, dass das Mittelgebirge über lange Zeiträume ausschließlich ein Laubwaldgebiet war. Allerdings haben die letzten zwei Jahrhunderte mit dem großflächigen Nadelholzanbau - dies oft noch in Monokultur - eine wesentliche Verfälschung des Waldcharakters gebracht. Die ohnehin armen Böden sind vor allem durch die Fichte oft weiterer Verschlechterung und Verarmung ausgesetzt. Ursprünglich war das heute noch waldreiche Bergland mit atlantisch beeinflußten Rotbuchen- und Eichenwäldern bedeckt, von deren Nutzung die ortsansässige Bevölkerung auch existieren konnte. Insbesondere die Waldungen entlang des Neckartals brachten gute Erträge über den Verkauf von Brenn- und Scheitholz, das über Neckar und Rhein zu den Handelsplätzen geflößt wurde.