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Landkreis Freudenstadt
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Erlebnisgebiete der Region
Naturerlebnis Huzenbacher See
Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
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Bild: Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
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Die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea, Syn.: Nuphar luteum) wird auch Gelbe Teichmummel, Mummel oder Gelbe Nixenblume genannt.  Im Juli beginnt am Huzenbacher See die Blütezeit  (Aufn. Juli 2009)

Der Huzenbacher See, auf den Anhöhen des mittleren Murgtals, liegt im Herzen des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Als Dokument nacheiszeitlicher Entwicklungsabläufe beherbergen die verschiedenen Lebensräume des sog. Karsees zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Am Nordostufer befindet sich ein ausgedehnter ca. 15 m breiter Teichrosengürtel, der zur Blütezeit im Juli viele Wanderer anlockt. In schneereichen Wintermonaten ist der See allerdings nur schwer zugänglich.

 
Übersicht

Landkreis Freudenstadt

 

Landkreis Freudenstadt

 
Bild: Kniebis-Alexanderschanze
Kniebis-Alexanderschanze (Ldkr. Freudenstadt)
(© RP Ka, Autor: RP Karlsruhe)

Auf ca. 900 m Höhe findet sich eine extensiv genutzte historische Kulturlandschaft im Naturraum Grindenschwarzwald und Enzhöhen. Hier herrscht eine große Vielfalt an Biotopen wie Rasenbinsen-Heiden mit Vermoorungen, Bärwurz-Rotschwingel-Wiesen, Naßbrachen sowie Gehölze und Waldränder vor. Die Flüsse Rench und Wolf sowie einige oberen Zuflüsse der Murg haben ihren Ursprung auf dieser Hochfläche.  Das sternförmige Bodendenkmal "Alexanderschanze" lag früher im Grenzgebiet zwischen Württemberg und Baden und besaß einst strategische Bedeutung.

Das heutige Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 190 ha. Es umfaßt im wesentlichen die südöstlich an das Naturschutzgebiet "Schliffkopf" angrenzenden Freiflächen beiderseits der Schwarzwaldhochstraße B 500 und stellt einen wichtigen Erholungsraum für die Allgemeinheit dar. Das Naturschutzzentrum Ruhestein koordiniert für das Gebiet die Pflege- und Schutzmaßnahmen.

 
Bild: Steinbruch am Schrofel (Ldkr. Freudenstadt) - 2009
Steinbruch Schrofel bei Heselbach (Ldkr. Freudenstadt)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Der stillgelegte Steinbruch Schrofel bei Klosterreichenbach-Heselbach zeigt eindrucksvoll die diskordante Auflagerung des Deckgebirges (hier: Unterer Buntsandstein) auf dem kristallinen Grundgebirge (hier: Granit) - Aufn. Juli 2009.

 
Bild: NSG Dießener Tal
Naturschutzgebiet Dießener Tal (Ldkr. Freudenstadt)
(© LUBW, Autor: Linnenbach)

Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Dießener Tal und Seitentäler hat eine Größe von rund 1311 ha. Davon entfallen auf das Naturschutzgebiet rund 500 ha, auf das Landschaftsschutzgebiet rund 811 ha. Die Flächen sind eingebettet in den Naturpark Schwarzwald Nord/Mitte.

Der Landkreis gehört zur Region Nordschwarzwald. Als einer der kleinsten und am dünnsten besiedelten Kreise in Baden-Württemberg zählt er nur etwa 122.000 Einwohner. Dem steht eine Zahl von rund 2 Millionen Übernachtungen jährlich gegenüber. Rund ein Drittel der Erwerbstätigen sind im Tourismus- und Dienstleistungssektor beschäftigt. Die früher verbreitete extensive Weidewirtschaft ist vielerorts auf dem Rückgang. Als Folge nimmt die Bewaldung heute wieder zu und lässt die Forstwirtschaft an Bedeutung gewinnen.

Der Schwarzwald bestimmt überwiegend das Landschaftsbild, fast zwei Drittel des Landkreises (62,6%) sind von Wald bedeckt. In den charakteristischen Nadel- und Mischwäldern findet man häufig Weißtannen. Die bewaldeten Höhenrücken sind durchzogen von den tief eingeschnittenen Flusstälern der Murg, Kinzig, Wolf, Eyach, Glatt und Waldach. Daneben sind vor allem die Grinden, durch Beweidung entstandene Heideflächen auf den Bergkuppen, von Bedeutung für den Naturschutz. Die Region wird deshalb auch als Grindenschwarzwald bezeichnet. Zur Erhaltung der natürlichen Vielfalt finden sich auf dem Gebiet des Kreises immerhin 18 Naturschutzgebiete und 39 Landschaftsschutzgebiete.

Fast die gesamte Kreisfläche liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, dem größten in Deutschland. Der Naturpark organisiert sich als Verein, dem die betreffenden Landkreise und Gemeinden angehören. Seine Ziele sind die Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft und eine möglichst naturnahe Forstwirtschaft mit zahlreichen Bann- und Schonwäldern. Auf vielen naturbelassenen Flächen sind noch die Auswirkungen des Orkans Lothar im Jahr 1999 deutlich zu sehen.

Geologisch wird der Landkreis durch den Oberen und Mittleren Buntsandstein der Schwarzwald-Hochlagen dominiert. In den Tälern hatte der Silberbergbau und das Hüttenwesen eine lange Tradition. Im Osten bei Horb läuft der Landkreis zum Neckar hin in die Obere Gäue aus, ein Muschelkalk-Gebiet mit fruchtbarem Ackerland.

Der Landkreis wird verkehrsmäßig u.a. durch die Murgtalbahn erschlossen, die Freudenstadt durch eine schnelle S-Bahnverbindung mit Karlsruhe verbindet. Die Schwarzwaldhochstraße (Freudenstadt - Baden-Baden) begrenzt den Landkreis im Westen und macht die höchsten Erhebungen - vom Kniebis im Süden bis zur Hornisgrinde - auch für den Individualverkehr zugänglich.