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Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
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Erlebnisgebiete der Region
Burgruine Staufen im Breisgau
Blick auf die Burg Staufen
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Bild: Blick auf die Burg Staufen (Breisgau-Hochschwarzwald)
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Blick von der Talaue des Neumagen auf die Burg Staufen.

Bereits von weitem grüßt die Burgruine Staufen am Ausgang des Münstertals. Die Festung fußt auf einer Vorbergscholle am Rand des Südschwarzwalds. Sie wurde im frühen 12. Jahrhundert von den Herren von Staufen errichtet. 1602 erlischt das Adelsgeschlecht der Staufer. In den Wirren des 30-jährigen Kriegs (1618-48) zerstören schwedische Truppen das herrenlose Bauwerk. Die Überreste befinden sich heute im Besitz der Stadt Staufen. Die restaurierte Burgruine ist für Besucher öffentlich zugänglich.

 
Übersicht

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

 

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

 
Bild: Feldberg, Luftbild
Das aufgefaltete Feldberg-Massiv (Breisgau-Hochschwarzwald)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Das aufgefaltete Feldberg-Massiv (1.493 m üNN.) von Westen aus betrachtet. Der Gebirgsstock im Naturraum Hochschwarzwald zählt zum kristallinen Grundgebirge. Die Niederschläge erreichen nahezu 2.000 mm jährlich Sie liegen im Schnitt  jedoch etwas niedriger als im Nordschwarzwald.

 

 
Bild: Der Schluchsee
Schluchsee, Staumauer (Ldkr. Breisgau-Hochschwarzwald)
(© LUBW, Autor: C. Ritter)

Der Schluchsee ist mit 930,00 m ü. NN die höchstgelegene Talsperre Deutschlands. Die 63 m hohe Staumauer wurde zwischen den Jahren 1929 und 1932 errichtet. Rund 2.000 Arbeitskräfte, überwiegend aus dem Rheinland, waren mit dem Bau beschäftigt. Der vor Ort anstehende Granit gestaltet die Sprengarbeiten schwierig. Die landschaftlichen Eingriffe sind gravierend und rufen damals die Badischen Naturschutzverbände und Wandervereine auf den Plan.

Heute ist die Talsperre vor allem als Bade- und Segelgewässer sehr beliebt. Insbesondere im Sommer wird der See und seine Umgebung rege genutzt. Er gilt bis über die Schweizer Grenze als beliebtes Freizeit- und Ferienziel.

 

 
Bild: Burgruine Staufen im Breisgau
Burgruine Staufen (i. Br.) am Ausgang des Münstertals
(© KIT, Autor: T. Schlachter)

Die Burg von Staufen war einstige Adelssitz der Herren von Staufen. Die Grundmauern der Burg wurden im  11. Jh. angelegt. Geldknappheit und erfolglose Fehden der Herren von Staufen gegen die nahe Stadt Freiburg führten im 14. Jahrhundert dazu, dass sich Freiburg Einfluss auf der Burg Staufen verschaffen konnte. In den Jahren 1327 und 1337 konnte Freiburg Anteile an der Burg erwerben und ein so genanntes „Öffnungsrecht“ durchsetzen. Damit war es den herrschenden Burgbesitzern künftig verboten, kriegerisch gegen die Stadt Freiburg vorzugehen.

1602 erlosch das Geschlecht der Herren von Staufen durch den Tod des letzten Freiherren Georg Leo von Staufen.  Die Burg  wurde 1632 im 30-jährigen Krieg von schwedischen Truppen zerstört. Ein Wiederaufbau fand danach nicht mehr statt. 1896 erwirbt die Stadt Staufen im Breisgau die Ruine und restauriert wichtige Teile des Denkmals in mehreren Schritten.

Im Südwesten Baden-Württembergs liegt der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald am südlichen Oberrhein im Dreiländereck Deutschland - Frankreich - Schweiz. Im Westen bildet der Rhein die Grenze zum französischen Elsass. Vom Rheinufer bei Breisach auf etwa 200 m Höhe erstreckt sich der Landkreis in West-Ost-Richtung über 65 km bis zu den höchsten Schwarzwaldgipfeln, darunter auch der Feldberg, mit 1.493 m der höchste Punkt Baden-Württembergs und ein bekanntes Skigebiet. Das gebirgige Höhenprofil bewirkt eine landschaftliche und klimatische Vielfalt wie kaum woanders im Land. Sowohl der wärmste Ort (Ihringen am Kaiserstuhl) als auch der kälteste Ort Baden-Württembergs (Feldberg) liegen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die jährliche Sonnenscheindauer liegt bei beachtlichen 1.800 Stunden.

Landschaftsprägend sind der Oberrheingraben mit dem Markgräflerland, die Höhen des Schwarzwaldes und der vorgelagerte Höhenzug des Kaiserstuhls bei Freiburg. Freiburg selbst und der Stadtkreis Freiburg liegen ungefähr in der Mitte des Landkreises, sind verwaltungstechnisch aber eigenständig.

Der durch vulkanische Aktivität im Tertiär entstandene Kaiserstuhl, zählt mit seinem fast mediterranen Klima zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Seine lössbedeckten Vulkanböden machen ihn zu einem idealen Weinanbaugebiet. Da der Grundwasserabfluß nach Westen durch den Kaiserstuhl und den Tuniberg gehemmt wird, finden sich in der Ebene großflächige Bruch- und Sumpfwälder (die sog. Mooswälder). Sie werden in der Regel von Grünlandgürteln begleitet..

Der namensgebende Hochschwarzwald mit seinen tief eingeschnittenen Seitentälern sellt für den Fremdenverkehr eine besondere Attraktion dar. Viel besucht sind die eindrucksvolle Wutachschlucht, das Höllental, der Titisee und Schluchsee oder auch die Thermalquellen in den Tälern wie Bad Krozingen oder Badenweiler. Im Osten grenzt der Landkreis an die Hochfläche der Baar, welche die Quellgebiete von Donau und Neckar (Schwenninger Moos) beherbergt.

Die Römer waren im ersten nachchristlichen Jahrhundert bis in das 4. Jahrhundert nachweislich in der Region bevorzugt ansässig und hinterließen an zahlreichen Orten ihre Spuren. So sind Badenweiler, Bad Krozingen, Heitersheim und Breisach vor allem durch Ausgrabungen bis heute die bekanntesten römischen Niederlassungen im Landkreis. Insbesondere Badenweiler war wohl ein äußerst beliebter römischer Ort, denn dort fand man im 18. Jh. die Reste einer bedeutenden römischen Therme, die inzwischen archäologisch gesichert und dem interessierten Besucher zugänglich ist. Ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. ließen sich kontinuierlich alemannische Sippen im Landkreis nieder, vor allem die fruchtbaren Böden rund um den Tuniberg, dem Kaiserstuhl, dem Markgräflerland und dem Schönberg hatten es ihnen angetan. So ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Orte in der Oberrheinebene auf das typisch alemannische "ingen" enden.

In Teilen der Region ist Bergbau bereits aus der römischen Besatzungszeit nachgewiesen. Seine Blütezeit erlebte der Erzbergbau im Hoch- und Spätmittelalter (12.-14. Jahrhundert). Nach einer Niedergangsphase im späten 14. und im 15. Jahrhundert gab es im 16. Jahrhundert einen neuen Aufschwung. Im Dreißigjährigen Krieg kam der Bergbau fast vollständig zum Erliegen. Nach Wiederaufnahme im 18. Jahrhundert konnte bis zum vorläufigen Ende in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Blei-, Silber- und Kupfererzabbau keine wirtschaftlichen Erfolge mehr verzeichnen. Im 20. Jahrhundert wurden daraufhin kaum abbauwürdige Erze wie die Zinkvorkommen am Schauinsland und die Flussspatmineralisierung im Münstertal (z.B. im Teufelsgrund) erschlossen. 1954 stellte man die bergbauliche Nutzung am Schauinsland sowie 1958 im Münstertal wegen der niedrigen Rohstoffpreise vollständig ein.