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Naturraum Hochschwarzwald
Scheibenlechtenmoos, Karmoor im Hochschwarzwald (Ldkr. Waldshut)
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Bild: Scheibenlechtenmoos, Karmoor
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Bis 1991 war das Scheibenlechtenmoos als eigenes Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dann wurde das Karmoor in das erweiterte Naturschutzgebiet Feldberg eingegliedert. Die Grenze des Naturschutzgebiets Feldberg befindet sich seit 1991 unmittelbar südlich des Scheibenlechtenmoos. Der einstige, heute verlandete Karsee ist auf diesem Bild noch gut erkennbar.

Schwarzwald:
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Schwarzwald: Hochschwarzwald

 

Hochschwarzwald, Feldbergsockel

 
Scheibenlechtenmoos, Karmoor im Hochschwarzwald bei Menzenschwand
(© LUBW, Autor: J. Schaber)

Das Karmoor im Hochschwarzwald liegt im südöstlichen Teil des Feldbergmassivs, westlich von Menzenschwand-Hinterdorf. Das verlandete Hochmoor weist auf der Südostseite eine durch die Endmoräne entstandene Karschwelle auf.

 
Bild: Der Feldsee
Der Feldsee (Ldkr. Breisgau-Hochschwarzwald)
(© LUBW, Autor: C. Ritter)

Der Feldsee unterhalb des Feldbergs gelegen, ist der bekannteste und schönste Karsee im Schwarzwald. In Richtung Osten schließen sich an das Gewässer zwei Endmoränenwälle aus der letzten Eiszeit an.

Der Südschwarzwald war mindestens zweimal vergletschert, nämlich in der Riß- und in der Würmeiszeit. Das Zentrum der Plateauvergletscherung war das Feldberggebiet, von dem aus mehrere Gletscher talwärts liefen. Die Ausdehnung des Eises ist an der Lage der Endmoränen abzulesen. Der Maximalstand des Feldberggletschers im Würm lag im Jostal bei Titisee-Neustadt. Die größte Eismächtigkeit betrug hier über 340 m.

 

 
Bild: Titisee
Titisee (Breisgau-Hochschwarzwald)
(© GNU-FDL, Autor: Chr. Meier)

Die Entstehung des Titisees geht auf die ehemalige Vergletscherung des Feldbergs zurück. Das Gewässer bedeckt heute eine Fläche von 1,3 km² und ist durchschnittlich 20 Meter tief.

Der Hochschwarzwald umfaßt die höchsten Aufwölbungen des Grundgebirges (Granite u. Gneise), die am Feldberg eine Höhe von 1.493 m üNN. erreichen. Nach Norden bildet das Elztal die geografische Grenze zum Mittleren Schwarzwald. Nach Westen vermittelt die Bruchscholle des Markgräfler Hügellandes zwischen den mächtigen Erhebungen von Blauen und Belchen (1.414 m üNN.) und der Oberrheinniederung.

Der Südrand wird von abfallenden buntsandsteinbedeckten Bruchstufen, dem Bergland von Weitenau und dem Hotzenwald gebildet. Nach Osten geht der Hochschwarzwald im nördlichen Teil in den südöstlichen Schwarzwald über, im südlichen Teil schließen sich die Muschelkalkflächen des Alb-Wutach-Gebietes an. Das Gebiet ist bis auf einen Verebnungsbereich, der vom Feldberg bis zum Schauinsland und zum Blauen führt, stark zertalt und dadurch in Talzüge und Höhenrücken gegliedert. Die Haupttalzüge sind die des Dreisamtales (bis zum Feldbergmassiv), des Münstertales, des Wiesetales, des Wehratales und des Albtales.

Sowohl die Hochflächen als auch die Täler von Gutach, Schwarzach, Alb und Wiese sind eiszeitlich beeinflußt. Spuren der Vergletscherung der höheren Lagen sind vor allem aus der letzten Eiszeit (Würm-Eiszeit) vorhanden, die erst vor etwa 11.0000 Jahren endete. Sie erstreckte sich vom Feldberggebiet bis zum Oberen Hotzenwald. Die Gletscher haben das aus Gneis und Granit bestehende Grundgebirge mehrfach überfahren und dabei die Felskuppen abgeschliffen und Talwannen ausgeräumt. In den Tälern entstanden unterschiedliche Gefällestufen sowie großflächige Ablagerungen von Endmoränen. So liegt z.B. der Titisee in solch einer Talwanne, die durch den Endmoränenwall des ehemaligen Feldberggletschers aufgestaut wird.

Der Hochschwarzwald ist überwiegend dicht bewaldet, der Feldberg liegt bereits oberhalb der hier aufgrund der Windexposition herabgesetzten Baumgrenze. Die Niederschläge erreichen im Feldberggebiet nahezu 2.000 mm, liegen jedoch niedriger als im Nordschwarzwald. Die Wälder besitzen hier wichtige Funktionen für die Wasserrückhaltung, den Erosionsschutz sowie für den Schutz wertvoller Lebensräume. Trotz der dünnen Besiedlung ist der Hochschwarzwald eine über Jahrhunderte geformte Kulturlandschaft (z.B. durch Köhlerei, Glashütten, Waldweide,Torfabbau und Bergbau). Die Tallagen sind vorwiegend grünlandgenutzt.

Die Ferienregion Hochschwarzwald besteht aus den 13 Gemeinden Breitnau, Eisenbach, Feldberg, Friedenweiler, Häusern, Hinterzarten, Lenzkirch, Löffingen, Schluchsee, St. Blasien, St. Märgen, St. Peter und Titisee-Neustadt. Seit 2001 gibt es am Feldberg das Naturschutzzentrum Südschwarzwald. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Naturparks Südschwarzwald e.V. hat es seinen Sitz im Haus der Natur.