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Nördlicher Talschwarzwald, Schwarzwaldrandplatten
Battertfelsen beim Schloß Hohenbaden (Baden-Baden)
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Bild: Battertfelsen beim Schloß Hohenbaden
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Das Felsgelände des Battert besteht aus Gesteinen des Oberen Rotliegenden. Das Gestein ist sehr widerstandsfähig und wurde von der Erosion im Laufe der Zeit zu eindrucksvollen Felsenformationen herausmodelliert. Am Fuß der Felsen befinden sich ausgedehnte Blockhalden. An ausgewiesenen Stellen ist das Klettern am Battert erlaubt.

 

Schwarzwald:
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Schwarzwald: Nördlicher Talschwarzwald, Schwarzwaldrandplatten

 

Nördlicher Talschwarzwald und Schwarzwald-Randplatten

 
Bild: NSG Lautenfelsen bei Gernsbach (Ldkr. Rastatt)
Der Lautenfelsen bei Gernsbach im Nördlichen Talschwarzwald
(© LUBW, Autor: M. Schöttle)

Der Lautenfelsen stellt sowohl eine mächtige Granitfelsengruppe (Forbachgranit) als auch einen bedeutenden Lebensraumkomplex für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten dar. Das Naturschutzgebiet im Nördlichen Talschwarzwald hat eine Größe von rund 51 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Stadt Gernsbach die Bereiche um den Großen und Kleinen Lautenfelsen sowie um den Lochfelsen mit den Gewannen "Beim Lautenstein", "Kothwiesen", "Hailwiesen" und "Kalkgrubenwiesen".

 

 

 
Bild: NSG Albtal und Seitentäler, Ldkr. Calw, Enzkreis, Rastatt
Naturschutzgebiet Albtal und Seitentäler zwischen Frauenalb u. Marxzell
(© H. Martin)

Das Tal der Alb zwischen Frauenalb und Marxzell (Aufn. 2013).

Die Alb und ihre Zuflüsse haben sich ein tief in den Buntsandstein eingeschnittenes Talsystem geschaffen. Die Wiesentäler der Alb und ihrer Nebenbäche mit den eingestreuten Gehölz- und Gebüschgruppen, den lichten, bachbegleitenden Wäldern und den Hainsimsen-Buchenwälder der Hanglagen beherbergen eine reichhaltige Fauna. Insbesondere die Vogelwelt profitiert vom direkten Nebeneinander und der engen Vernetzung unterschiedlicher Lebensraumtypen des Offenlandes, des Waldes und der Gewässer.

 
Bild: Heckengäu-Landschaft
Heckengäu-Landschaft bei Nagold (Ldkr. Calw)
(© LUBW, Autor: Hartig)

Das Heckengäu ist mit seinen flachgründigen Böden für Ackerbau nur bedingt geeignet. Beim Pflügen wurden immer wieder Steine an die Oberfläche gebracht, die in mühevoller Handarbeit vom Feld gesammelt werden mussten. Sie wurden zu sog. Lesesteinriegeln am Rand der Äcker aufgehäuft. Diese sind teilweise mit dichtem Gebüsch bewachsen und gaben dem Gebiet seinen Namen.

Das Heckengäu ist eine abwechslungsreiche Landschaft mit Halbtrockenrasen, Magerwiesen, Lesesteinriegeln, Äckern, Gebüschen und lichten Wäldern im Naturraum Schwarzwaldrandplatten.

Der Nördliche Talschwarzwald ist der westliche Randstreifen des Nordschwarzwaldes, der im Osten durch die hohe Stufe des Buntsandsteins, im Westen durch die Bruchstufe des Oberrheins, die durch zahlreiche Talausgänge gegliedert ist, begrenzt wird. Nach Norden bildet das Tal der Murg die Grenze zu den Schwarzwaldrandplatten, nach Süden das Tal der Rench die Grenze zum Mittleren Schwarzwald. Westlich wird er begrenzt durch die Oberrheinische Tiefebene, östlich durch die Obere Gäue (Heckengäu). Der Westabfall ist durchweg recht steil, die Grundgebirgsterrasse aus Granit und Rotliegendem wird durch zahlreiche Fließgewässer in eine Rückenlandschaft aufgelöst. Das sanft abfallende, östliche Schwarzwaldvorland wird überwiegend durch Muschelkalk geformt.

Mit einem durchschnittlichen Anteil von 73 % ist der Nördliche Talschwarzwald, der am dichtesten bewaldete Teil des Schwarzwaldes. Die Böden mit der besten landbaulichen Eignung befinden sich im Murgtal. Ähnlich gute Qualitäten weisen auch die Böden des Renchtales auf. Bei Baden-Baden sowie in Gaggenau-Rotenfels sind Heil- und Thermalquellen anzutreffen.

Der Naturraum besitzt ein dichtes Fließgewässernetz aufgrund des nur gering durchlässigen Gesteinsuntergrunds. Das Gebiet entwässert hauptsächlich über Laufbach, Sandbach, Murg und Alb zum Rhein. Größtes Fließgewässer ist die Murg. Natürliche Stillgewässer sind nicht existent, dagegen finden sich im Naturraum mehrere bekannte Talsperren und Rückhaltebecken (z. B. Schwarzenbachtalsperre, Murgstaubecken bei Kirschbaumwasen). Stellenweise liegt der pH-Wert der Gewässer im sauren Aluminiumpufferbereich. Ursächlich sind die natürlich sauren Ausgangsgesteine, die hohen Niederschlägen 40 mm über dem Landesdurchschnitt) und der hohe Nadelwaldanteil (> 80 % der Waldflächen).

Die Schwarzwald-Randplatten umsäumen den Nordschwarzwald im Norden und Osten. Sie werden hauptsächlich von den Schichten des Buntsandsteins gebildet. Das randlich abfallende Plateau wird durch breite Quellmulden belebt und durch tief eingegrabene Haupttäler zerschnitten. So lassen sich in diesem Naturraum die Enz-Nagold-Platte, die Nagold-Waldachplatte und die Albtalplatte unterscheiden.

Auf den Hochflächen herrschen tiefgründige, feinkörnige Sandböden vor, die zur Staunässe neigen. Die Steilhänge der Täler sind mit Felstrümmern und Blockströmen bedeckt. In den Tallagen überwiegen staunasse Tonböden (z.B. Pseudogley-Pelosol) sowie grobkörnige, zur Podsolierung neigende Sandböden. Die Böden im Heckengaü bestehen dagegen aus fruchtbarem Löss und Lösslehmen.

Im Albgau herrscht primär ein ozeanisch geprägtes niederschlagsreiches Klima, wobei die einzelnen Orte deutliche Unterschiede aufweisen. Dies ist eine Folge der großen Höhenunterschiede sowie der Lage des Gebiets am Nordwestrand des Schwarzwalds. Bei den häufigen niederschlagsreichen West- und Nordwestwind-Wetterlagen stauen sich die Luftmassen zunächst am Steilanstieg aus der Rheinebene, dann an den nach Süden ansteigenden Albtalplatten und schließlich an den 200 - 450 m höheren Herrenalber Bergen.