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Schwarzwald
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Landschaften und Lebensräume
Teufelsmühle bei Loffenau (Ldkr. Rastatt)
(Element 1 von 30: Bild)
Bild: Teufelsmühle (Nordschwarzwald)
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Die Teufelsmühle (518 m) im Naturraum Nördlicher Talschwarzwald zwischen Albtal und Murgtal. Die Abbildung zeigt den im Jahr 1910 vom Schwarzwaldverein erbauten Aussichtsturm mit Ausflugsheim und Gastwirtschaft. Vom Turm aus hat man einen überragenden Ausblick über das Murgtal bis hinüber zu den Vogesen. Die Lokalität ist mit dem Pkw über eine Nebenstraße ab Risswasen gut erreichbar (gebührenpflichtig).

 

Schwarzwald:
Weitere Informationen
 
 

Schwarzwaldklima

 
Bild: Klimakarte Baden-Württemberg
Klimakarte Baden-Württemberg
(© LUBW, Autor: JENDRITZKY, G. et al. (1990))
Regionale Temperaturverteilung in Baden-Württemberg:

Sehr warme Bereiche (rot) befinden sich in der Oberrheinebene, in Teilen des Hochrheins und im Neckarbecken. Kühlere Bereiche (blau) in den Hochlagen von Nord- und Südschwarzwald sowie auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu. Eine Kälteinsel stellt die Hochebene am Katzenbuckel im Odenwald dar. Die Oberen Gäue nehmen klimatisch eine Mittelstellung ein (gelbe bis weißliche Flächen).

Im Jahr 2003 ergaben sich neue Rekorde für die Anzahl klimatologischer „Sommertage“ (Temperaturmaximum mindestens 25 °C) und klimatologisch „Heißer Tage“ (Temperaturmaximum mindestens 30 °C). Im Oberrheingebiet registrierte man bis zu 53 solcher heißen Tage und bis zu 83 Sommertage in Freiburg i. Br. , d.h. nur an 9 der 92 Tage des Sommers wurde kein Sommertag verzeichnet.

 


JENDRITZKY, G. et al. (1990) : Methodik zur räumlichen Bewertung der thermischen Komponente im Bioklima des Menschen - das fortgeschriebene Klima-Michel-Modell. - Beiträge 114, Akademie für Raumforschung und Landesplanung.
 
Bild: Sturmbruch im Wald
Sturmbruch durch Orkan ''Lothar'' im Dezember 1999
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Großflächiger Sturmbruch im Nordschwarzwald durch den Orkan ''Lothar'' am 26.12.1999.

Die Orkane „Lothar" oder auch „Kyrill" haben einen Vorgeschmack auf die Auswirkungen auf gestresste oder geschwächte Waldbestände gegeben. Die bisherigen Waldbaustrategien gegen Sturmschäden beruhten fast ausschließlich auf Schadensaufnahmen nach Sturmereignissen.

Entscheidend für die künftige Entwicklung des Waldes wird die Geschwindigkeit der Klimaveränderung sein. Schreitet diese schneller als die Anpassung voran, kann dies gravierende Folgen auch für die Waldöden haben.

 

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Klimatisch hebt sich das Mittelgebirge durch geringere Temperaturen und größere Niederschläge von den Randlandschaften ab. Niederschläge während des ganzen Jahres prägen den Mittelgebirgscharakter des Schwarzwaldes. Temperaturabnahme und Niederschlagszunahme erfolgen jedoch nicht gleichmäßig mit zunehmender Höhe. So ist ein unverhältnismäßig starkes Ansteigen der Niederschläge schon in tieferen Lagen und an der niederschlagsreichen Westseite zu beobachten.

Der niederschlagsreichste Bereich im Nordschwarzwald ist die Hornisgrinde mit bis zu 2.200 mm Regen pro Jahr. Auf der Höhe des Mittleren Schwarzwalds sind die Vogesen als Regenfänger bereits vorgeschaltet. Dadurch sind die Niederschläge hier schon weniger ergiebig. Im Bereich der Oberen Gäue - also auf der nach Osten exponierten Seite des Mittleren Schwarzwalds wird es bereits wesentlich trockener. So liegen die jährlichen Niederschlagsmengen in Horb a.N. auf Grund des Regenschattens des vorgelagerten Schwarzwalds nur noch bei etwa 750 mm/Jahr.

Das Jahresmittel des Grindenschwarzwalds schwankt um 5,5 bis 6,5 °C; es setzt sich aus Januarmitteln von -2 °C und Julimitteln von 13,5 bis 14,5 °C zusammen. Ähnliche, etwas wärmere Mitteltemperaturen sind auch für die Enzhöhen typisch. Dagegen sind die Täler ausgesprochen wärmebegünstigt und im Temperaturgang kontinentaler als die Höhen (Jahresschwankungen zwischen 17 und 19 °C). Das Murgtal besitzt von Freudenstadt an, ein Jahresmittel von 7,5 bis 8,5 °C und ist zwar winterkalt (Januar zwischen -1 und 0 °C), aber ausgesprochen sommerwarm (Juli zwischen 16° und 18 °C). Die Firma Meteomedia unterhält Wetterstationen u. a. auf dem Marktplatz sowie in Freudenstadt-Langenwald.

Thermisch zeichnen sich die höheren Lagen des Schwarzwalds durch relativ geringe Jahresschwankungen und gedämpfte Extremwerte aus. Dies ist teils durch stärkere Bewölkung im Sommer, teils durch die im Winterhalbjahr häufigen Hochdruckwetterlagen bedingt, die auf den Gipfeln zu Sonnenschein führen, während die Täler in Kaltluftseen unter einer dichten Nebeldecke verschwinden (Inversionswetterlagen). Mit wachsender Höhe nehmen Dauer und Mächtigkeit der Schneedecke im Winter zu, was nachhaltige Folgen für den Naturhaushalt hat (z.B. deutlich kürzere Vegetationsperioden).

Am 26. Dezember 1999 fegte der Orkan Lothar über den Schwarzwald und richtete große Schäden an. Das Unwetter erreichte dabei Windstärke 12.