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Schopflocher Alb - Lebensräume, Geotope, Schutzgebiete
Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern (Ldkr. Esslingen)
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Bild: NSG Oberes Lenninger Tal
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Zusammenhängendes, naturnahes Gebiet mit zahlreichen, verschiedenartigen Lebensräumen, wie Laubwälder, Wiesenauen, Felsen, Heiden und Feuchtgebieten. Das Obere Lenninger Tal ist von großer höhlenkundlicher Bedeutung. Naturschutzgebiet.

NAZ Schopflocher Alb:
Weitere Informationen
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Übersicht
 

Naturschutzzentrum Schopflocher Alb (Ldkr. Esslingen)

 
Bild: Naturschutzzentrum Schopflocher Alb (Ldkr. Esslingen)
Schaugarten am Naturschutzzentrum
(© Autor: NatZ-Schopflocher Alb)

Der Schaugarten am Naturschutzzentrum Schopflocher Alb mit der charakteristischen Flora der Schwäbischen Alb, insbesondere mit Pflanzen der Felsen, Magerrasen und buntblühenden Staudensäume lädt zu jeder Jahreszeit zum Entdecken ein.

 
Bild: Schopflocher Moor (Torfgrube)
Naturschutzgebiet Schopflocher Moor (Ldkr. Esslingen)
(© RP Stuttgart, Autor: Schubert)

Ein Bohlenweg führt den Besucher durch die Kernzone des Hochmoors. Nur über diesen Weg darf das Moor betreten werden. (Aufnahme: 1979).

Das Schopflocher Moor ist das einzige Hochmoor der Schwäbischen Alb. Es liegt inmitten eines Karstgebiets, das normalerweise nur unterirdisch entwässert, also keine Oberflächengewässer aufweist. Seine Bildung war nur möglich, weil hier wasserundurchlässige Schichten eines ehemaligen Vulkanschlots an der Oberfläche anstehen. Entstanden aus einem verlandeten See, bildeten Torfmoose über viele Jahrhunderte eine bis zu 4,5 m mächtige Torfschicht aus. Am Rand des Moors wuchsen Birkenwälder und Heidekraut.

Bis 1784 blieb das Schopflocher Moor nahezu unberührt, danach wurde es bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts für den Torfabbau intensiv genutzt. Seit 1942 ist es als Naturschutzgebiet gesetzlich geschützt. 1983 wurde das Schutzgebiet vom Regierungspräsidium Stuttgart auf seine heutige Größe von 76 ha erweitert. Auch der Schwäbische Albverein bemüht sich seit einiger Zeit um Wiedervernässung und Regeneration des einstigen Hochmoors.

Das Naturschutzgebiet ist zugleich in Teilen ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Sinne der Europäischen Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie).

In Schopfloch auf der Schwäbischen Alb befindet sich am ehemaligen Jura-Steinbruch Lauster (Richtung Ochsenwang) das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Es wurde 1996 eröffnet. Die Einrichtung ist als gemeinnützige Stiftung organisiert und wird gemeinsam vom Land Baden-Württemberg sowie dem Landkreis Esslingen getragen.

Die Hauptaufgaben des Zentrums bestehen in der Information der Bevölkerung über den Natur- und Umweltschutz vor Ort, der Betreuung von Naturschutzgebieten, der Organisation der Landschaftspflege sowie der Koordinierung von Naturschutzaktivitäten. Auch die Betreuung des Schopflocher Moors und des Randecker Maars obliegt den amtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern dieser Einrichtung.

Ein Schaugarten direkt am Naturschutzzentrum mit der charakteristischen Flora der Schwäbischen Alb lädt zum Entdecken und Lernen ein. Ein Bauerngarten mit Heil-, Nutz- und Gewürzpflanzen, eine Präsentation verschiedener Nistkastentypen, eine Dachbegrünung sowie Naturstein-Trockenmauern geben Anregungen für die Gestaltung von Naturgärten.

Mit der Information über Natur- und Umweltthemen werden v.a. naturkundliche Führungen, Vorträge, Seminare und Fachtagungen angeboten. Die Naturerziehung von Kindern und Schulklassen bildet dabei einen Arbeitsschwerpunkt des Naturschutzzentrums. Nur wenig vom Zentrum entfernt befinden sich die Besucherhöhlen Gutenberger Tropfsteinhöhle und Gußmannshöhle.

Das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb arbeitet eng mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb zusammen. Finanziert wird es zu 70 Prozent vom Land und zu 30 Prozent vom Landkreis Esslingen. 2010 wurde das Naturschutzzentrum erweitert und modernisiert. Durch die ökologischen und energetischen Sanierungsmaßnahmen ist das Zentrum seither auch ein Vorzeigeprojekt für ökologisches Bauen..

Hinweis für Besucher: Das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb bietet im Rahmen des Projekts „ Umweltschonende Mobilität im Biosphärengebiet Schwäbische Alb" Pedelecs zum Ausleihen an. Die Pedelecs können auch reserviert werden. Information und Reservierung unter Tel. 07026 / 95012-0.