Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Bild: Münsinger Hardt (Schwäbische Alb)
Münsinger Hardt - Herzstück des Biosphärengebiets Schwäbische Alb
(© public domain, Autor: Karlo)

Die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden, Magerrasen, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern kennzeichnen das Biosphärengebiet.

Bereits 1895 wurde auf dem Gebiet der „Münsinger Hardt“ ein Truppenübungsplatz für das XIII. Königlich Württembergische Armeekorps eingerichtet. Das weitläufige und relativ unbewohnte Geländes gab den Ausschlag für die Entscheidung zur Anlage des damaligen Schießplatzes. Im Jahr 1937 wurden die militärischen Anlagen nochmals erweitert. Dafür musste das Dorf Gruorn, im Westen des Platzes, weichen.

Nach Beendigung der militärischen Nutzung im Jahr 2005, stellt der ehemalige Truppenübungsplatz, mit seiner Größe von ca. 6.700 Hektar, einer der wenigen unzerschnittenen Räume auf der Schwäbischen Alb dar. Die meisten Wege auf dem Gelände sind lediglich geschottert. Nur in den südlichen und östlichen Randbereichen wird auf relativ kleinen Flächeneinheiten Landwirtschaft mit Ackerbau, Mähwiesen und von Rindern beweidetem Grünland betrieben.

Es ist ein Glücksfall, das diese unzerschnittene, parkartige Landschaft von kulturhistorischer Bedeutung so bewahrt werden konnte.