Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
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Wanderfalke (Falco peregrinus)
Wanderfalke (Falco peregrinus)
(© LUBW, Autor: H. Dannenmayer)

Wanderfalken (Falco peregrinus) jagen hauptsächlich fliegende Vögel im freien Luftraum – entweder von einer Ansitzwarte aus oder in hohem Kreisflug über offenem Gelände oder an Plätzen mit Vogelreichtum. In einigen Städten ist der Vogel auch zum Kulturfolger geworden. Hoch über der Erde stören Menschen in der Regel nicht. Die Predatoren Uhu und Marder fehlen und das Nahrungsangebot ist reichhaltig (Stadttauben).

Über den Großstädten löst das künstliche Licht während der ganzen Nacht ein zusätzliches Jagdverhalten aus. Damit sind  Wanderfalken in der Lage, auch nachtaktive Zugvögel zu erbeuten.

Der Greifvogel war in den 1960-er Jahren in Baden-Württemberg kurz vor dem Aussterben. Letzte Brutpaare konnten durch intensive Bewachung der Horste geschützt werden. Inzwischen haben sich die Bestände wieder erholt. Man schätzt, dass derzeit (2013) etwa 290 Brutpaare in Baden-Württemberg wieder heimisch sind.

 


Gefährdung

Rote Liste Baden-Württemberg: Ungefährdet

International geschützt durch die EU-Vogelschutzrichtlinie, Anhang I

Literatur:

Bauer, H.-G., Boschert, M., Förschler, I., Hölzinger, J., Kramer, M. & Mahler, U. (2016): Rote Liste und kommentiertes Verzeichnis der Brutvogelarten Baden-Württembergs. 6. Fassung, Stand 31.12.2013. Naturschutz-Praxis, Artenschutz 11.

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