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NSG Michaelsberg, Habichtsbuckel
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NSG Michaelsberg, Habichtsbuckel
Michaelskapelle auf dem Michaelsberg
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Bild: Die Michaelskapelle, Michaelsberg (Ldkr. Karlsruhe)
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Das heutige Erscheinungsbild der Michaelskapelle entspricht einem grundlegendem Umbau aus dem 18. Jh. Grundriss und Ausmaße des früheren Gebäudes waren wesentlich kleiner. Erste urkundliche Erwähnungen der Kapelle gehen bis ins späte Mittelalter (14 Jh.) zurück. Über viele Jahrhunderte war der Michaelsberg und seine Kapelle ein beliebtes Ziel für Wallfahrer. Im 2. Weltkrieg wurde der Turm von mehreren französischen Panzergranaten getroffen. Die dadurch ausgelösten Brände konnten zum Glück rasch gelöscht werden.


ausgewählte Literatur:

Lindenfelser, J. (1994): 250 Jahre Michaelskapelle bei Bruchsal-Untergrombach. - In: Badische Heimat Bd. 74, 569 – 586.

Wetterer, A. (1933): Die St. Michaelskapelle auf dem Berg bei Untergrombach / Bruchsal. Ein Beitrag zur heimatlichen Kirchengeschichte. Badenia Verlag, Karlsruhe.

 

 

NSG Michaelsberg, Habichtsbuckel:
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Übersicht

NSG Michaelsberg, Habichtsbuckel

 

Naturschutzgebiet Michaelsberg und Habichtsbuckel (Ldkr. Karlsruhe)

 
Bild: Der Michaelsberg
Der Michaelsberg (Ldkr. Karlsruhe)
(© LUBW, Autor: Linnenbach)

Der Michaelsberg bei Untergrombach (Ldkr. Karlsruhe) - geschichtsträchtige Lokalität mit zahlreichen landeskundlichen und naturkundlichen Sehenswürdigkeiten.

 


 
Bild: Infotafel, Michaelsberg
Hinweistafeln informieren ausführlich über das Schutzgebiet
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Seit Mai 2003 ist der Michaelsberg noch um eine weitere Sehenswürdigkeit reicher. Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der Stadt Bruchsal mit dem Heimatverein und des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurden entlang der Wanderwege rund um den Berg sechs großflächige Informationstafeln installiert. Sie erläutern die Naturschutzgebiete und die wertvollen Biotope dieses Gebiets. Ein begleitendes Faltblatt informiert zudem über Geologie, Landschaft und Lebensräume sowie über charakteristische Tier- und Pflanzenarten.

 
Bild: Oberrheinebene, Baggersee, (Ldkr. Karlsruhe)
Blick in die Nördliche Oberrheinebene (Standort: Michaelsberg)
(© LUBW, Autor: Linnenbach)

Das zwischen den Städten Bruchsal und Weingarten gelegene Naturschutzgebiet "Michaelsberg / Habichtsbuckel" gehört naturräumlich eigentlich noch zum Kraichgauer Hügelland. Es bildet einen Teil des westlichen Randes dieser zwischen Schwarzwald und Odenwald gelegenen morphologischen Senke. Der geologische Untergrund besteht aus Muschelkalk, der durch unterschiedlich dicke Löß- oder Lehmschichten überdeckt wird. Unmittelbar am Grabenrand zur Oberrheinebene gelegene Flächen zählen bereits zum Nördlichen Oberrheinischen Tiefland.

Am Westrand des Kraichgau erhebt sich zwischen Bruchsal und Weingarten der Michaelsberg mit seiner markant exponierten weißen Kapelle. Südlich gegenüber liegt, räumlich getrennt durch das Grombacher Tal, der Habichtsbuckel  Der geologische Untergrund besteht aus den Schichten des Oberen Muschelkalk, der hier durch unterschiedlich dicke Löss- oder Lehmschichten überdeckt wird. Vom Michaelsberg aus hat man einen weiten und umfassenden Ausblick auf die Oberrheinische Tiefebene.

Der Michaelsberg ist in der archäologischen Fachwelt bekannt. Er ist namensgebend für eine jungsteinzeitliche Kultur, deren Spuren hier 1884 mit dem Fund von zahreichen Keramikscherben zum ersten Mal beobachtet und dokumentiert wurden. Spätere Ausgrabungen vorort brachten einen Befestigungsgraben mit zwei Durchlässen zum Vorschein. Hinweise auf eine frühe keltische Siedlung. Heutzutage ist mit bloßem Auge von den Spuren der frühen Besiedelungsgeschichte nichts mehr zu erkennen.

Das 1996 vom Regierungspräsidium Karlsruhe ausgewiesene Natur- und Landschaftsschutzgebiet Michaelsberg hat eine Größe von rund 52 ha. Davon entfallen auf das Naturschutzgebiet rund 50 ha, auf das Landschaftsschutzgebiet rund 2 ha.

Das kombinierte Naturschutzgebiet besteht aus fünf Teilgebieten:

  1. Erweiterungsfläche zum bestehenden Naturschutzgebiet "Kaiserberg". Sie befindet sich westlich der Kapelle und grenzt direkt an das NSG Kaiserberg (Gesamtfläche 6,6 ha).
  2. Schutzgebietsfläche Gewann Grund auf dem Michaelsberg. Es erstreckt sich bis in die Talklinge im Übergangsbereich zum Eichelberg (rund 30,6 ha).
  3. Der Hohlweg am Lärmenfeuer. Geschützt wird die westliche Böschung dieses historischen Zufahrtswegs zur Kapelle (rund 0,7 ha).
  4. Der Aufschluß am Rummler. Der Kalk-Steinbruch mit seinen angrenzenden Streuobstwiesen befindet sich am Fuß des Südhangs (rund 2,6 ha).
  5. Das Gewann Weiertal und Teile des Gewanns Habichtsbuckel. Sie befinden sich südlich des Grombachs zwischen Unter- und Obergrombach (rund 10 ha).

Die Bemühungen um Unterschutzstellung der Flächen gehen bis in die 1930er Jahre zurück. So erklärte der Gemeinderat von Untergrombach am 06. August 1934 mehrere gemeindeeigene Flächen am Kaiserberg zum Naturschutzgebiet. Durch einen Erlass des damals zuständigen Kultusministeriums in Karlsruhe/Baden wurde das Schutzgebiet Kaiserberg am Michaelsberg noch im gleichen Jahr für rechtswirksam erklärt.

Satellitenansicht google.maps