Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Derdinger Horn
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Derdinger Horn
Naturdenkmal Derdinger Horn - angeschnittenes Profil
(Element 1 von 7: Bild)
Bild: Derdinger Horn
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Am Derdinger Horn handelt es sich um die geologische Stufe des Mittleren Keupers. Sie besteht im unteren Bereich aus Gipskeuper und dem oben aufliegenden härterem Schilfsandstein. Gipskeuper ist an der Luft nur wenig widerstandsfähig. Kommt das Gestein mit Wasser in Berührung quillt es auf. Nach starken Regenfällen kann dies am Berg zu Steinschlag oder Hangrutschungen führen.

Derdinger Horn:
Weitere Informationen
Erlebnisorte in der Nähe:
 
Übersicht

Derdinger Horn

Vorherige Seite Nächste Seite
 

Derdinger Horn bei Oberderdingen-Großvillars (Ldkr. Karlsruhe)

 
Bild: Aufschluss am Horn, Oberderdingen
Derdinger Horn (Ldkr. Karlsruhe)
(© LUBW, Autor: M. Schöttle)

Südlich von Oberderdingen am Weg zum Wanderparkplatz am Horn oberhalb der Weinberge gibt ein bedeutendes geologisches Fenster Einblicke in den Aufbau von Stromberg und Heuchelberg. Am Aufschluss befinden zwei Hinweistafeln mit weitergehenden Erklärungen zur Entstehung und Zeitalter der aufgeschlossenen Schichten.

Aufgeschlossen ist eine Schichtfolge des Mittleren Keupers, die vor ca. 200 Millionen Jahren entstanden ist. Im unteren Bereich des Aufschlusses ist der sog. Gipskeuper mit grauen, grünen und roten Ton- und Mergelschichten sichtbar. Diese Schichten bilden auch den Untergrund der umliegenden Weinberge. Es handelt sich um eine Wechselfolge von Meeresablagerungen mit durch den Wind eingewehten rötlichen Schichten.

 

 
Bild: Derdinger Horn BA-Exkursion (Ldkr. Karlsruhe)
Hinweistafeln erläutern Geologie und Landschaftsgeschichte des Naturdenkmals
(© LUBW, Autor: Nöltner)

Großvillars ist ein kleiner Ort im Kraichgau im Landkreis Karlsruhe. Er gehört seit der baden-württembergischen Kreisreform 1973 zur Gemeinde Oberderdingen. Der östlich davon gelegene, durch Straßenbaumaßnahmen entstandene Aufschluss, zeigt ein beeindruckendes geologisches Fenster in den geologischen Aufbau von Stromberg und Heuchelberg. Aufgeschlossen ist eine Schichtfolge des Mittleren Keupers, die hier vor ca. 200 Millionen Jahren entstanden ist.

Im unteren Bereich des Aufschlusses ist der sogenannte Gipskeuper mit seinen grauen, grünen und roten Ton- und Mergelschichten sichtbar. Diese Schichten bilden auch den Untergrund der umliegenden Weinberge. Es handelt sich um eine Wechselfolge von Meeresablagerungen mit durch den Wind eingewehten rötlichen Schichten. Gips als Eindampfungssediment weist auf das damalige heiße Klima hin. In den Oberflächenschichten ist die Gipsschicht durch zirkulierende Wässer bereits aufgelöst, nur noch die Auslaugungsstrukturen zeigen davon Spuren. Darüber lagert die Schicht des sog. Schilfsandsteins, die infolge größerer Härte über die weicheren Mergel hervorsteht. Es handelt sich um eine massive Sandsteinbank, die vermutlich von einem ehemalig riesigen Flusssystem stammt, das in das flache Meeresbecken vordrang (vergleichbar mit dem heutigen Mississippi-Delta).

Am Derdinger Horn kann das Wetter rasch wechseln. Intensive Kaltluftströme und dichtér Nebel sind insbesondere im Frühling und im Herbst hier an der Tagesordung. Im Sommer dagegen entstehen auf den wärmespeichernden Mergelböden hohe Temperaturen - ideal für den Anbau von Wein.

Übersicht:

1 Derdinger Horn bei Oberderdingen-Großvillars (Ldkr. Karlsruhe)