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Initiative ''Unser Neckar''
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Initiative ''Unser Neckar'' (1/8)
Der Neckar - von der Quelle bis zur Mündung
Mündungsbereich vom Neckarufer aus betrachtet
(Element 40 von 40: Bild)
Bild: Neckarmündung in den Rhein, Mannheim
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''Unser Neckar'' in Baden-Württemberg

Der Neckar ist eine wichtige Lebensader Baden-Württembergs. Durch vielfältige Nutzungsansprüche ist der Fluss aber auch stark verbaut und reguliert, wie kein anderer Flusslauf im Land. 2008 hat der Bund angekündigt, die Neckarschleusen auf Europamaß für mehr als 900 Millionen Euro zu verlängern und dabei auch die Ökologie z.B. durch den Einbau von Fischtreppen zu verbessern. Die Planungen dazu fertigt und finanziert das Land. Hierbei konnte insbesondere mit der Integrierenden Konzeption Neckar-Einzugsgebiet

  • IKoNE

und den Gewässerdirektionen am Neckar eine erfolgreiche Zusammenarbeit aufgebaut werden. Projektbezogen erfolgt aber auch Kooperation und Austausch mit zahlreichen weiteren Beteiligten, insbesondere den Kommunen, der Schifffahrt und den Landwirten.

Begonnen wird am Neckarursprung im Schwenninger Moos, hier wurde der Fluss im Zuge der Landesgartenschau 2010 für fünf Millionen Euro offen gelegt sowie mit dem IKoNE-Projekt bei Ludwigsburg-Poppenweiler.

 

Initiative ''Unser Neckar''

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Neckartalaue bei Stuttgart-Obertürkheim 2007

 
Bild: Neckar, Obertürkheim, Stuttgarter Hafen, Grafik
Umleitung des Neckars zum Bau des Stuttgarter Hafens (1954)
(© LUBW, Autor: Brugger, Keßler)

Die Verlegung des Neckarbetts in den 1960er Jahren, verdeutlicht den Umfang der landschaftlichen Eingriffe. Ein Viertel der Gemüse-Anbauflächen Stuttgarts gingen dabei verloren.

 
Bild: Neckaraue, Hafen, Luftbild
Überbautes Neckartal bei Stuttgart-Obertürkheim (2007)
(© LMZ, LUBW, Autor: A. Weischer)

Die einstige Flussaue wird heute von den Anlagen des Binnenhafens und den Gebäudekomplexen von Industrie und Gewerbe vollständig in Anspruch genommen. Die Hafenanlage besteht aus drei Hafenbecken mit einer Wasserfläche von insgesamt 31 Hektar. Die Infrastruktur verbraucht über 6 Kilometer befestigtes Ufer sowie 8 Kilometer Straßen und 37 km Gleise für die eigens installierte Hafenbahn.

Auf dem Hafengelände haben sich sich etwa 50 Unternehmen mit 2.500 Arbeitsplätzen angesiedelt. Der Hafen Stuttgart ist eine Beteiligungsgesellschaft der Landeshauptstadt Stuttgart in der Rechtsform einer GmbH. Betrieben wird er nach dem sog. „Heilbronner System“. Das bedeutet, dass Hafengrundstücke, Hafenbecken, Hafenbahnanlagen u. a. im Eigentum der Hafen Stuttgart GmbH (HSG) stehen.

Der Bau des Handelshafen verändert die einst beschauliche Region bei Ober- und Untertürkheim zu einer modernen Industriemetropole. Der Hafenbau erfolgt in zwei Schritten: Zwischen 1955 und 1958 sowie eine Erweiterung in den Jahren 1966 und 1968. Im Zuge der Baumaßnahmen war auch eine Verlegung des Flussbetts erforderlich (s. Abbildung).

Für den Ausbau war ab 1921 die Neckar-AG in Stuttgart zuständig. Sie hatte den Auftrag den Neckar von Mannheim bis Plochingen zur Großschifffahrtsstraße auszubauen. Ursprünglich geplant als reiner Umschlagplatz für Rohstoffe wie Kohle, Kies, Sand und Rohöl, hat sich der Hafen Stuttgart den heutigen wirtschafts- und verkehrspolitischen Anforderungen angepasst und weiterentwickelt.

Die Hafenanlage besteht aus drei Hafenbecken mit einer Wasserfläche von insgesamt 31 Hektar. Die Infrastruktur verbraucht über 6 Kilometer befestigtes Ufer sowie 8 Kilometer Straßen und 37 km Gleise für die eigens installierte Hafenbahn. Von der einstigen landschaftstypischen Neckartalaue ist somit nur wenig geblieben.

Auf dem Hafengelände haben sich sich etwa 50 Unternehmen mit 2.500 Arbeitsplätzen angesiedelt. Der Hafen Stuttgart ist eine Beteiligungsgesellschaft der Landeshauptstadt Stuttgart in der Rechtsform einer GmbH. Betrieben wird er nach dem sog. „Heilbronner System“. Das bedeutet, dass Hafengrundstücke, Hafenbecken, Hafenbahnanlagen u. a. im Eigentum der Hafen Stuttgart GmbH (HSG) stehen.

Die öffentlichen Häfen am Neckar sind sogenannte trimodale Güterverkehrszentren. Das heißt, alle drei Transportmittel – Binnenschiff, Bahn und LKW – treffen dort aufeinander und tauschen ihr Frachtgut aus.

Neckartalaue Stuttgart-Obertürkheim 2007