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Boden als Begräbnisort (2/8)
Begräbnisstätten, Friedhöfe
Ehem. Friedhofsgelände in Karlsruhe, Kapellenstraße (Dr. Damminger)
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Dr. Damminger erklärt anhand des ehemaligen Friedhofs an der Kapellenstraße in Karlsruhe, wie Boden als Archiv dienen kann. Sein Mitarbeiter,Herr Wirsing, erklärt die typischen Schichten eines Friedhofbodens.

Boden als Begräbnisstätte

In Deutschland wird das Bestattungswesen durch die Bestimmungen der Länder gesetzlich geregelt (Bestattungsgesetze, Friedhofsgesetz, Leichenverordnung). Vor Ort werden die Richtlinien durch öffentlich erlassene Friedhofsordnungen umgesetzt. Die Bestattung erfolgt meist im Einzelgrab, Gemeinschafts- (oft Familien-)grab, anonym oder in einer Gruft.

Viele der heutigen Friedhöfe sind schon vor über hundert Jahren geplant und eingerichtet worden. Die Erschließung und Gestaltung des Geländes erfolgte unter Rahmenbedingungen, als die Ästhetik und die Landschaftsarchitektur noch anderen Vorstellungen folgte. Die Einrichtung beinhaltet die Erschließung über Wege, die Parzellierung und die Geländeaufteilung nach verschiedenen Kriterien, die Bepflanzung sowie den Bau und die Einrichtung infrastruktureller Bestandteile. Neben dem Bau einer Leichenhalle, einer Feierhalle, von Verwaltungsgebäuden, eventuell einer Blumenhalle gehört auch die Zuführung von Gießwasser zu Brunnen dazu.

Vor der Neuanlage einer Begräbnisstätte ist generell zu prüfen, dass der anstehende Oberboden die für eine Verwesung erforderlichen Eigenschaften tatsächlich auch erfüllt.

 

Boden des Jahres - Tag des Bodens

 

Tag des Bodens, Böden der Jahre 2005 - 2018

 
Bild: Faltblatt Tag des Bodens 05.12.06
Internationaler Tag des Bodens 05.12.06
(© Autor: UVM, Ehrmann)

Internationaler Tag des Bodens 2006 in Pforzheim.

Hintergrundbild (Podsol über Buntsandstein) dankenswerterweise überlassen durch Herrn Otto Ehrmann, bildarchiv-boden.de

 

 
Bild: Tag des Bodens 2008 - Poster
Internationaler Tag des Bodens 2008 in Freiburg i.Br.
(© LUBW, Autor: LRGB, LUBW)

Der Aktionstag Internationaler Tag des Boden 2008 wurde von folgenden Institutionen unterstützt:

  • Umweltministerium Baden-Württemberg
  • Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
  • Regierungspräsidium Freiburg mit Referat 52 (Wasser und Boden), Referat 75 (Allgemein bildende Gymnasien), Referat 93 - (Landesbodenkunde)
  • Landratsamt Breisgau - Hochschwarzwald
  • Bundesverband Boden e.V. Regionalgruppe Süd (BVB)
  • solum, büro für boden + geologie, Freiburg
  • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
  • Freundeskreis Tag des Bodens
  • Edith-Stein-Schule Freiburg
 
Internationaler Tag des Bodens 2014 in Baden-Baden Neuweier
(© RP Ka )

„Weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Aufmerksamkeit gehen weltweit täglich große Mengen wertvollen Bodens verloren, vor allem durch Versiegelung, Erosion oder Kontaminationen. Wir überbauen allein in Baden-Württemberg immer noch jeden Tag eine Fläche fruchtbaren Bodens in der Größenordnung mehrerer Fußballfelder. Böden sind schnell zerstört, sie als natürlichen Lebensraum zurückzugewinnen, dauert sehr, sehr lange."

Anlässlich des Internationalen Tag des Bodens am 5. Dezember warb Umweltminister Franz Untersteller für einen vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit unserem Boden. Der Internationale Tag des Bodens solle den Menschen die Bedeutung und die aktuelle Gefährdung der knappen Ressource Boden nahebringen und ihr Bewusstsein dafür stärken.

Fruchtbare Böden, führte der Minister aus, seien die Grundlage für die Erzeugung von 90 Prozent aller Lebensmittel, sie seien selbst Lebensraum, regulierten als Kohlenstoffspeicher das Klima, sorgten als Speicher und Filter für sauberes Grundwasser und seien ein Archiv der Menschheits- und Naturgeschichte.

 

Der Internationale Tag des Bodens ist eine bundesweite Veranstaltung des Bodenschutzes für die Öffentlichkeit, auf der die Bedeutung des Umweltmediums Boden bekannt(er) gemacht werden soll. Damit besteht die Möglichkeit sowohl den Medien als auch allen Bevölkerungsgruppen einen Anstoß zu geben, die ökologische Wertigkeit unserer Böden sowie die Notwendigkeit ihres Schutzes allgemein bekannt zu machen.

Gefördert wird die länderübergreifende Aktion von der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG), des Bundesverbandes Boden (BVB) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Ausgewählt wird der Boden des Jahres vom Kuratorium Boden des Jahres, dessen Sprecherin Prof. Monika Frielinghaus vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg ist. Seither wird alljährlich am 05. Dezember der Boden des Jahres proklamiert.

 

Ausgewählte Böden des Jahres
JahrBodentypVerbreitung in Baden-Württemberg
2005 Schwarzerde selten, vereinzelt im Ostalbkreis
2006 Fahlerde mittlere Verbreitung, Schwäbische Alb
2007 Podsol häufig, Schwarzwald, Odenwald
2008 Braunerde häufig, in vielen Naturräumen verbreitet
2009 Kalkmarsch in BW nicht vorhanden
2010 Stadtböden Trümmerschuttböden des 2. Weltkriegs,

Friedhöfe und Parkanlagen,

Gewerbegebiete, Ablagerungs- und Deponieböden

2011 Vega (Brauner Auenboden)
z.B. Oberrheinebene
2012 Niedermoorboden Oberrheinebene, Oberschwaben
2014 Weinbergsboden (Rigosol) Weinbaustandorte
2015 Stauwasserboden (Pseudogley) Schwarzwald, Odenwald
2016 Grundwasserboden (Gley) Jungmoränenland, Oberrheinebene
2017 Gartenboden (Hortisol) Hausgärten und Grünanlagen
2018 Alpiner Felshumusboden hochmontane bis subalpine Höhenzüge des Schwarzwalds

 

Die Wiederherstellung von Bodenbewusstsein ist auch ein zentrales Anliegen der baden-württembergischen Bodenschutzpolitik – Ziel ist der schonende Umgang und eine nachhaltige Nutzung der endlichen Ressource Boden. In diesem Sinne finden seit 2006 auch in Baden-Württemberg, jeweils am 05. Dezember Veranstaltungen zum Internationalen Tag des Bodens statt.

Anschauliche Vorträge, Medienangebote wie Filme und Internetpräsentationen sowie eine Bodenwerkstatt mit bodenkundlichen Experimenten geben dabei Einblick in das vielschichtige, unbekannte Umweltmedium Boden. Auch die ästhetische Wirkung von Böden kann anhand künstlerischer Arbeiten bestaunt und durch eigenes kreatives Arbeiten mit Erdfarben auf der Veranstaltung selbst erfahren werden.

Unser Beitrag zum Bodenschutz
Der Boden - Basis für das Leben