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NSG Hörschbachschlucht
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Hörschbachtal
Vorderer Wasserfall in der Hörschbachschlucht bei Murrhardt
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Bild: Wasserfall Hörschbachklinge (Rems-Murr-Kreis)
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In der Hörschbachschlucht bieten sich entlang des Bachlaufs gute Einblicke in den Gesteinsuntergrund der Keuperberge. Das Bachbett liegt hier oft direkt in den anstehenden Gesteinen. Die harte Corbula-Bank im Gipskeuper (früher: "Engelhofer Platte") verhindert ein gleichmäßiges Einschneiden des Hörschbaches. So bildete sich der etwa 5 m hohe Wasserfall.

 

NSG Hörschbachschlucht:
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Übersicht
 

Naturschutzgebiet Hörschbachschlucht bei Murrhardt (Rems-Murr-Kreis)

 
Bild: Hörschbachschlucht, Holzsteg (Rems-Murr-Kreis)
Hörschbachschlucht, Vorderer Wasserfall mit Tosbecken (Rems-Murr-Kreis)
(© UM, Autor: A. Schultze)
 
Bild: Hörschbachtal
Hörschbachschlucht (Rems-Murr-Kreis)
(© LUBW; RP S, Autor: Klotz)

Der Bach formt aktiv die enge Schlucht.

Mähderbach und Langenwaldbach bilden durch ihren Zusammenfluss den Hörschbach, dieser fließt unmittelbar nach seinem Entstehen durch die Schlucht, die schon früh die Menschen durch ihre Schönheit beeindruckt hat. Die Hörschbachschlucht im Naturraum der Schwäbisch-Fränkischen-Waldberge bietet dem Besucher zahlreiche geologische Aufschlüsse, so wie den bekannten Vorderen Wasserfall, der ca. 5 Meter tief über die sog. "Engelhofer Platte" (= kompakte Steinmergelbank im Gipskeuper/ Mittlerer Keuper) herabstürzt. Die Engelhofer Platte leistet der Erosion des fließenden Wassers deutlich mehr Widerstand als die darunter anstehenden weicheren Mergelschichten. Besonders beeindruckend ist der Anblick des Vorderen Wasserfalls, wenn er im Winter zu Eis erstarrt ist. Der Hintere Wasserfall stürzt zunächst 3 m senkrecht über eine Schilfsandsteinstufe nach unten und fließt im Anschluss in mehreren Kaskaden weitere 12 m über die Schichten der Bunten Mergel in Richtung Murrhardt. Dort mündet er in die von Osten kommende Murr.

Der schmale Talgrund der Hörschbachschlucht ist gefüllt mit zahlreichen Schilfsandsteinblöcken, die im Laufe der Zeit von den Schluchthängen herabgestürzt sind. Der Schluchtwald ist als Schonwald ausgewiesen und soll sich ohne Eingriff des Menschen auf natürliche Weise weiter entwickeln. Der amtliche Naturschutz beobachtet die Sukzessionsvorgänge vor Ort.

Teilbereiche der Schlucht wurden bereits 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die 1995 nochmals erweiterte Ausweisung umfasst nun eine geschützte Fläche von insgesamt 46,4 ha. Die übrigen Waldbereiche befinden sich in Privatbesitz.

Hinweis  für Besucher: Die Hörschbachschlucht ist durch einen Fußpfad gut erschlossen. Je nach Wetterlage kann der Weg stellenweise sehr matschig und rutschig sein. Für die Begehung ist gutes Schuhwerk erforderlich.