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Sandhausener Dünen
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Die Sandhausener Dünen
Südosthang der Pferdtriebsdüne
(Element 1 von 20: Bild)
Bild: Binnendünen Sandhausen
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Unsere Dünen- und Flugsandgebiete bieten einen einzigartigen Lebensraum für sehr seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen. Deshalb wurden auch die bislang noch ungeschützten Flächen der offenen Binnendünen und Sandrasen durch das Biotopschutzgesetz, das am 1992 in Kraft trat, unter Schutz gestellt.

 


Ausgewählte Literatur:

 

BREUNIG, Th. & G. THIELMANN (1992): Binnendünen und Sandrasen.- Biotope in Baden-Württemberg (Hrsg. Umweltministerium Bad.-Württ.).- (1): 36 S.; Karlsruhe.

Sandhausener Dünen :
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Sandhausener Dünen

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Sandhausener Dünen (Rhein-Neckar-Kreis)

Charakteristische Landschaftselemente dieses Gebiets sind mehrere Dünenzüge, die vor ca. 10.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit entstanden sind.  Der Rhein und seine stark mäandrierenden Seitenarme durchdrangen nahezu die gesamte Region. Westliche Winde wirbelten feinkörnige Partikel aus den trockenliegenden Schotterflächen und Sandbänken des Flusses auf und lagerten sie in östlicher Richtung als Binnendünen wieder ab.

Das heutige Naturschutzgebiet "Pferdtriebsdüne", unmittelbar vor den Toren der Gemeinde Sandhausen, ist mit einer Fläche von 15,8 ha nur noch ein kleiner Rest dieser einst offenen und weitläufigen Dünenlandschaft. Da die trockenen Sandböden für die Landwirtschaft weitgehend ertragsarm waren, forstete man früher viele Sandflächen auf. Vielfach verwendete man den Sand auch als Baumaterial.

Bild: Sandhausener Düne
Dünenrücken der Sandhausener Düne, nordwestlich der L 598
(© privat, Autor: M. Linnenbach)

In Baden-Württemberg sind Flugsandflächen und Dünen eine Besonderheit der Nördlichen Oberrheinebene. Sie entstanden vor etwa 10 000 Jahren. Während der Hauptstrom des Neckars einst an der Bergstraße (Dossenheim, Schriesheim) entlang nach Norden floss, zog ein Nebenarm des Rheins in der Nähe der heutigen Ortschaften Hockenheim und Oftersheim vorbei, der sich erst wieder bei Ketsch mit dem Hauptstrom vereinigte. Westliche Winde wirbelten feinkörnige Partikel aus den Schotterflächen und Sandbänken dieses Seitenarms auf und lagerten sie in den Bereichen der heutigen Gemeinden Oftersheim, Sandhausen und Walldorf als Dünenkomplex wieder ab.

Das heutige NSG Sandhausener Düne, mit einer Fläche von 15,8 ha ist nur noch ein kleiner Rest dieser einst großflächigen Dünenlandschaft.

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