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Südliches Oberrheinisches Tiefland und Hochrheingebiet
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Südliches Oberrheinisches Tiefland, Hochrheingebiet und Freiburger Bucht
Isteiner Schwellen am Oberrhein nördlich von Basel
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Bild: Isteiner Schwellen
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Bei Istein erreichen die Kalkfelsen des Oberjuras den Rhein. Bekannt ist der Isteiner Klotz, ein geschichtsträchtiger Kalkfelsen, der noch bis zur Rheinkorrektion unmittelbar am Strom lag. Da das meiste Wasser in den Rheinseitenkanal gelenkt wird, bilden die harten Kalke des Oberjuras im verbliebenen Restrhein kleine Wasserfälle.
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Südliches Oberrheinisches Tiefland und Hochrheingebiet

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Südliches Oberrheinisches Tiefland, Hochrheingebiet, Freiburger Bucht und Kaiserstuhl

 
Bild: Isteiner Klotz und Rheinaue
Blick auf den Isteiner Klotz und die Rheinaue
(© Autor: M. Weiß)
Das Südostende des Oberrheingrabens ist durch den auffälligen Isteiner Klotz geprägt. Das einzige oberflächlich anstehende Oberjura-Gestein (Malm) in der Rheinebene. Der hohe Karbonatgehalt der Kalksteine des Isteiner Klotzen veranlasste zum intensiven Abbau des Gesteins. Daneben sind Teilflächen des Isteiner Klotz auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
 
Bild: NSG Kapellengrien
Naturschutzgebiet Kapellengrien (Ldkr. Lörrach)
(© RP Freiburg, Autor: solum)

Ehemalige, heute verlandete Kiesinsel (Grien) am Rhein, mit Anlandungsflächen (großflächige Kiesbänke) und Trockenaue. Der Kapellengrien (früher auch Kapellengrün genannt) gehörte vor der Rheinkorrektion zu den vorgelagerten Kiesinseln des Isteiner Klotzen.

Heute ist die Fläche Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten sowie ein bedeutendes Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für seltene Vogelarten. Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 70 ha. Es liegt westlich der BAB 5 zwischen den Gemeinden Rheinweiler und Kleinkems.

 
Bild: Naturschutzgebiet Badberg; Kaiserstuhl, Magerrasen
Naturschutzgebiet Badberg am Kaiserstuhl
(© LUBW, Autor: M. Witschel)

Gipfel des Badbergs mit Trocken- und Halbtrockenrasen mediterraner Prägung. Bedeutendes Naturschutzgebiet im Kaiserstuhl mit einer Größe von ca. 65 ha.

Flussniederungen, Lösshügel und Vulkanberge im Südwesten

Südlich des Kaiserstuhls erstreckt sich das Südliche Oberrheinische Tiefland über etwa 60 km bis zum Rheinknie bei Basel. Weiter stromaufwärts folgt das Hochrheingebiet, das oberhalb von Waldshut-Tiengen mit dem Übergang zum Jura und dem Klettgau endet. Schließlich gehört östlich des Kaiserstuhls die von den Schwarzwaldflüssen Dreisam und Elz geprägte Freiburger Bucht zu diesem sehr vielfältigen Landschaftsraum.

Das Südliche Oberrheinische Tiefland setzt sich aus drei wesentlichen Bausteinen zusammen: In der Mitte des durch starke Senkungen in der Erdkruste entstandenen Oberrheingrabens liegt der Rhein mit seiner kalkreichen Aue und der kiesigen Niederterrasse. Östlich schließen sich auf weniger stark abgesunkenen Gesteinsschollen das z. T. großflächig mit Löss bedeckte Tertiärhügelland sowie die sich bis 400 m über den Rhein erhebenden Vorberge aus Sedimentgesteinen des Erdmittelalters (Mesozoikum) an. Im Hochrheingebiet verengt sich das Rheintal zusehends und im nördlich des Tals gelegenen Dinkelberg wird der kalkhaltige Löss weitgehend von überwiegend kalkfreien, weniger mächtigen Lösslehmdecken ersetzt.

Die Freiburger Bucht unterscheidet sich gegenüber dem Ober- und Hochrheingebiet insbesondere durch die meist kalkfreien Flussablagerungen aus Schwarzwaldmaterial und den höheren Anteil an grundwassernahen Flächen.

Der Kaiserstuhl ist aus Vulkangesteinen des Tertiärs aufgebaut. Sie sind heute, mit Ausnahme des Hauptkamms sowie des Badbergs und Haselschacher Bucks im Zentrum, von Löss verhüllt, der während der Kaltzeiten aus den Schotterfeldern der Oberrheinebene angeweht wurde.

Ebenso vielfältig wie die Gesteine und Oberflächenformen dieser vom Klima begünstigten Landschaften gestalten sich auch die Tier- und Pflanzenwelt sowie ihre Nutzung durch den Menschen. Sie reichen vom Weinbau am Kaiserstuhl und im Markgräfler Land, den Obstwiesen und Wäldern in den Vorbergen, über den intensiven Ackerbau auf der Niederterrasse und den Lösshügeln, die Kieferngebüsche der trockengefallenen Rheinaue bis zu den feuchten Erlen-Eschenwäldern der Freiburger Bucht und den von seltenen Insekten bevölkerten Trockenrasen des Badbergs.