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Südliches Oberrheinisches Tiefland und Hochrheingebiet
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Südliches Oberrheinisches Tiefland, Hochrheingebiet und Freiburger Bucht
Isteiner Klotz
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Bild: Isteiner Klotz mit Hohlkehle (Ldkr. Lörrach)
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Der Isteiner Klotz stand vor der Rheinkorrektur durch Tulla dem Rhein als mächtiges Hindernis im Wege. Heute zeugt noch die große, vom vorbeiströmenden Wasser geglättete Hohlkehle am Fuß des Jurafelsens von dieser Zeit. Am Felsen wurde eine Kapelle errichtet.

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Südliches Oberrheinisches Tiefland und Hochrheingebiet

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Böden im Tertiärhügelland

Bild: Parabraunerde-Pararendzina aus Löss
Parabraunerde-Pararendzina aus Löss (Tertiärhügelland bei Bad Bellingen)
(© LGRB, Autor: W. Krause)
Parabraunerde-Pararendzina aus Löss. Die weitverbreiteten Parabraunerden aus Löss sind durch den intensiven Ackerbau und der damit verbundenen starken Erosion fast vollständig verschwunden.  Pararendzinen aus Rohlöss nehmen deren Platz ein. Unter dem Pflughorizont (Ap) ist bei diesen stellenweise ein kleiner Rest des ehemaligen Tonanreicherungshorizonts (Bt) zu sehen. Die Daten der Bodenschätzung belegen, dass noch vor 70 Jahren die Parabraunerden weit verbreitet waren. Das nahezu vollständige Verschwinden bis heute zeigt den starken Einfluss des Menschens auf seine Umwelt.

Wein und Überfluss

An den steilen Westhängen des Tertiärhügellandes erlauben kalkreiche, tonige Pararendzinen und Rigosole mit meist hohem Skelettanteil aus Kalk- und Mergelsteinen trotz schwerer Bearbeitbarkeit einen intensiven Weinbau. Im Lee der Scheitellagen konnten sich mächtige Lösspolster ablagern. Auf den Lössstandorten haben sich ursprünglich Löss-Parabraunerden entwickelt. Diese lockeren, tiefgründigen und nährstoffreichen Böden zählen zu den fruchtbarsten im Land. Im Laufe der Jahrtausende entstand eine wellige Hügellandschaft mit Lössterrassen und Hohlwegen, die durch Ackerbau bestimmt ist. Seit der starken Mechanisierung in der Landwirtschaft wurden die Oberböden stark erodiert. Die heute dominierenden kalkreichen Löss-Pararendzinen sind als Erosionsreste der einstigen Parabraunerden zu verstehen. Die abgeschwemmten Bodenschichten sammeln sich in den Muldentälern zu oft metermächtigen, humosen Böden, den Kolluvisolen. Nur wo das Gelände eben oder tektonisch stark abgesenkt ist, konnten sich noch die ursprünglichen Parabraunerden aus Löss halten. Die Daten der Reichsbodenschätzung belegen, dass noch vor 70 Jahren verbreitet Parabraunerden vorkamen, die heute fast vollständig erodiert sind.