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NSG Schafberg-Lochenstein
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Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein (Zollernalbkreis)
Lochenstein-Lochensteinhörnle
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Bild: Lochenstein-Lochensteinhörnle
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Das Bild zeigt die zwei markanten Erhebungen des Lochen, eines Berges der südwestlichen Schwäbischen Alb, der einen Teil des Albtraufs oberhalb des Stadtteils Weilstetten der Stadt Balingen bildet. Im Vordergrund sieht man den Lochenstein (963 m über NN) und im Hintergrund das Lochenhörnle (956 m über NN). Auf dem Lochenstein steht eine Windrose sowie eine kleine Selbstversorger-Hütte des Schwäbischen Albvereins. Sie wurde bereits am 8.10.1899 eingeweiht.

Der Lochenstein ist bei Wanderern beliebt, da man von ihm aus einen wunderbaren Blick vom Albtrauf hinab auf das Albvorland rund um Balingen hat. Er ist Bestandteil des Naturschutzgebietes Schafberg-Lochenstein, das ebenfalls den Schafberg umfasst.

NSG Schafberg-Lochenstein:
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Übersicht

NSG Schafberg-Lochenstein

 

Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein (Zollernalbkreis)

 
Bild: NSG Schafberg-Lochenstein, (Zollernalbkreis)
Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein
(© C. Düpmeier)

Das Bild zeigt das Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein in der Nähe von Balingen/Weilstetten am westlichen Rand der Schwäbischen Alb. Das Naturschutzgebiet ist und war ein Weidegebiet für Schafe und enthält Wiesen mit Wacholderbewuchs.

 
Bild: Steilhang Lochenstein
Aufschluss am Steilhang des Lochenstein (Zollernalbkreis)
(© LGRB, Autor: Bergner)
Am Steilhang nördlich des Parkplatzes Lochengründle sind die Unteren Weißjura-Mergel des Weißjura α (Unter-Oxfordium) in der sog. "Lochenfazies" freigelegt. Charakteristisch ist die fossile Fauna. Hier findet man insbesondere kleinwüchsige, verkieselte Ammoniten. Der bis 12 m hohe Hang liegt im Naturschutzgebiet "Schafberg-Lochenstein" auf der Gemarkung der Gemeinde Hausen am Tann. Naturdenkmal.

Das Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein (Zollernalbkreis) liegt eingebettet im Landschaftschutzgebiet "Großer Heuberg" inmitten des Naturraums Hohe Schwabenalb. Dieser Höhenzug bildet in weiten Teilen eine in 900 bis 1000 Metern liegende Hochfläche, die nach Osten und Süden abfällt und durch zwei tief eingeschnittene ehemalige Durchbruchstäler der Donau gegliedert ist. Der weitaus größte Teil der Gewässer entwässert zur Donau. Die wichtigsten Flüsse sind Schmeie, Bära und Lippach. Weite Bereiche der Hochfläche wurden im Sommer als Schafweide genutzt ("Schafberg").

Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von insgesamt 102 ha. Die im Jahr 1987 ausgewiesenen Schutzgebietsflächen liegen auf den Gemarkungen der Gemeinde Hausen am Tann und Weilstetten sowie der Stadt Balingen. Schutzziel ist, den Lochenstein, den Schafberg und den Wenzelstein in der durch die traditionelle menschliche Nutzung zu besonderer Schönheit und Refugium für seltene Pflanzen und Tiere gelangten Landschaftsform zu erhalten. Damit verbunden ist ebenso der Erhalt der tradionellen Bewirtschaftungsarten, v.a. die Beweidung durch  Schafe (Wanderschäferei) sowie die extensive, naturnahe Waldwirtschaft.

Die Böden der Tallagen sind mit Weißjura-Kalkschutt bedeckt. Die steilen Hänge bauen sich aus Unteren Weißjura-Mergel (sog. "Oxfordmergel") auf und die Felsen wie Felsköpfe bestehen aus kompakten Schichten des Oberen Jura. Auf den flachgründigen Hochflächen dominieren Buchenwälder (Schonwald, gem LWald G § 32), wobei in letzter Zeit der Fichtenanteil immer mehr zunimmt. Insgesamt sind die Waldflächen in den letzen Jahren stark angewachsen, besonders im nördlichen Teil. Daher müssen die Fichten im Rahmen von Pflegemaßnahmen regelmäßig geschlagen werden. In den übrigen, meist offenen Bereichen, finden sich ausgedehnte Wacholderheiden mit Halbtrockenrasen.

Im Juli 2008 startete das Regierungspräsidium Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Zollernalbkreis, dem Schwäbischen Albverein, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg im Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein ein Modellprojekt: den Mobi-World-Naturerlebnisraum.