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NSG Pleidelsheimer Wiesental
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Pleidelsheimer Wiesental
Bilck auf das NSG Pleidelsheimer Wiesental
(Element 1 von 16: Bild)
Bild: Pleidelsheimer Wiesental, Luftbild
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Das Luftbild zeigt die sog. Pleidelsheimer Mulde mit dem alten, mäandrierenden Neckarlauf (links) und dem ehemaligen Baggersee im Pleidelsheimer Wiesental (heute Schutzgebiet). Auf der rechten Seite ist der Neckarkanal sichtbar. Die Siedlungsflächen auf der Anhöhe gehören zu den Randlagen der Gemeinde Ingersheim.

Die an das Schutzgebiet angrenzenden landwirtschaftlich genutzen Flächen beruhen z.T. auf Renaturierung weiterer ehemaliger Kiesseen. Die Störstellen der Bodenoberfläche sind aus der Luft noch heute erkennbar.  

NSG Pleidelsheimer Wiesental:
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Übersicht
 

Naturschutzgebiet Pleidelsheimer Wiesental (Ldkr. Ludwigsburg)

Bild: Pleidelsheimer Wiesental
Naturschutzgebiet Pleidelsheimer Wiesental (Ldkr. Ludwigsburg)
(© LUBW, Autor: M. Steinmetz)

Ehemaliger Baggersee im Neckartal mit reicher Vogelwelt. Im Uferbereich sind mehere Graureiher (Ardea cinerea) erkennbar. Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 6,8 ha.

 

Das 1977 ausgewiesene Naturschutzgebiet Pleidelsheimer Wiesental gehört zur naturräumlichen Einheit des Neckarbeckens, einer Untereinheit der Gäuplatten des Neckar- und Tauberlands. Das Schutzgebiet liegt in einer Mulde etwa 80 m unter dem Niveau der benachbarten Gäuplatten. Die Prallhänge des Neckars sind hier infolge der natürlichen Absenkung wesentlich niedriger als oberhalb bei Mundelsheim oder Hessigheim. Die Talaue ist zum Teil mit 6 bis 8 m mächtigen Kies- und Schotterauflagen aus Muschelkalk (Oberer Muschelkalk), lokal auch mit Keuper (Unterer Keuper) aufgefüllt.

Ähnlich wie bei den "Wernauer Baggerseen" (Ldkr. Esslingen) ist es dem großflächigen Abbau der Kiesvorkommen zu verdanken, dass hier einer der ökologisch wertvollsten Sekundärbiotope im Landkreis Ludwigsburg entstanden ist. Der größte der ausgehobenen Baggerseen wurde 1977 mit Bauschutt und Erdaushub wieder verfüllt, der verbliebene kleinere Pleidelsheimer Baggersee bildet heute zusammen mit dem Neckar-Altarm eine der letzten großräumigen, naturnahen Auenlandschaften zwischen Plochingen und Mannheim.

Das anstehende Grundwasser sowie zeitweilige Wasserspenden über eine Rohrleitung aus dem Neckarkanal halten den Wasserstand des Sees auf ein Mindestniveau. Die Ufer des Sees zeichnen sich durch eine intakte Auenvegetation aus, wo neben Silber-Weide, Grau-Weide und Korb-Weide auch Schwarz-Erle und Esche die Baumschicht bestimmen. Die vielfältigen Biotopstrukturen vorort bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten optimale Lebensbedingungen.Trotz der querenden Autobahn (A 81) besitzt das Gebiet eine hohe Erholungsqualität.